Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Zahnärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Zahnfleischbluten - Antworten auf die 7 häufigsten Fragen

Zahnfleischbluten - Antworten auf die 7 häufigsten Fragen

Zahnfleischbluten ist eine der häufigsten Beschwerden im Mundraum und einer der Hauptgründe für Zahnverlust im Alter. Mit 35 Jahren hatte jeder Mensch mindestens einmal im Leben Zahnfleischbluten. Der erste Schreck ist gross, doch oft wird es dann als harmlos abgetan. Was steckt wirklich dahinter und wann kann es zu einem echten Problem werden? Hier erhältst du die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Zahnfleischbluten.

Wie entstehen Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündung und Parodontitis?

Das Zahnfleisch ist ein sehr robustes, straff anliegendes Gewebe. Gesundes Zahnfleisch fängt daher beim Zähneputzen oder anderen normalen Tätigkeiten nicht an zu bluten. Der häufigste Auslöser für Zahnfleischbluten sind Bakterien. Wenn Zähne und Mund nicht ausreichend gereinigt werden, können sich Bakterien ansiedeln. Ein Film aus Bakterien und Nahrungsmittelresten wird als Zahnbelag oder auch Plaque bezeichnet. Die Keime greifen Zähne und Zahnfleisch an und führen zu Karies und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Das Gewebe wird dadurch empfindlicher und neigt schneller zu Blutungen. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sie chronisch werden. Dann wird sie als Parodontitis bezeichnet.

Welche Faktoren begünstigen Zahnfleischbluten?

Wenn das Zahnfleisch blutet, kann das viele Ursachen haben:

  • Schlechte Mundhygiene begünstigt die Entstehung von Plaque und damit auch Zahnfleischbluten.
  • Mit zunehmendem Alter erschlafft das Zahnfleisch. Damit steigt auch die Häufigkeit für Zahnfleischerkrankungen. Im Schnitt leidet jeder Zweite über 30 an einer Erkrankung des Zahnfleischs, ab 65 sind bereits über 70 Prozent der Menschen betroffen.
  • Die Einnahme bestimmter Medikamente kann als Nebenwirkung Zahnfleischbluten verursachen. Dazu gehören Blutdrucksenker, einige Herzmedikamente, Gerinnungshemmer, Immunsuppressiva oder Hormonpräparate. Im Zweifelsfall klärst du mit dem behandelnden Arzt oder Zahnarzt, ob die Medikamente der Grund für das blutende Zahnfleisch sind.
  • Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko für Zahnfleischbluten.
  • Stress kann ebenfalls einen negativen Einfluss ausüben: Ist der Körper gestresst, dann wird das Immunsystem geschwächt. Es kann dann Bakterien nicht ausreichend bekämpfen, wodurch das Risiko für Entzündungen und eine damit einhergehende Parodontitis steigt.
  • Falsche Ernährung und Alkoholismus begünstigen ebenfalls Zahnfleischbluten.

Wann sollte ich bei Zahnfleischbluten den Zahnarzt aufsuchen?

Blutet das Zahnfleisch, dann ist das für sich genommen noch kein dringender Grund für einen Zahnarzttermin. Es ist jedoch ein möglicher Hinweis darauf, dass deine Mundhygiene nicht ausreicht. Gründlicheres, regelmässiges Putzen, die Verwendung von Zahnseide und einer antibakteriellen Mundspülung können bereits nach kurzer Zeit Abhilfe schaffen. Hält die Blutung jedoch länger an, ist das Zahnfleisch geschwollen, gerötet oder schmerzempfindlich und geht die Blutung mit Mundgeruch und gelblichem Belag auf der Zunge einher, dann wird es Zeit für einen Termin beim Zahnarzt. Denn Zahnfleischbluten kann auch ein Symptom für andere Krankheiten sein. Das gilt zum Beispiel für Diabetes, und auch verschiedene Virus und Pilzinfektionen können zu Blutungen am Zahnfleisch führen. Sollte es also trotz gründlicher und regelmässiger Mundhygiene zu Blutungen kommen, ist es ratsam, einen Zahnarzt aufzusuchen.

Warum tritt Zahnfleischbluten besonders bei Schwangeren häufig auf?

Eine Ursache für Zahnfleischbluten können hormonelle Veränderungen sein. Das Zahnfleisch kann ebenso wie andere Gewebe durch einen veränderten Hormonhaushalt aufweichen. Das hat zur Folge, dass Bakterien einfacher eindringen und eine Gingivitis verursachen können. Abgesehen von der Schwangerschaft treten hormonelle Veränderungen auch während der Pubertät auf. So gibt es neben der Schwangerschaftsgingivitis auch eine Pubertätsgingivitis. Bei einigen Frauen kann es auch im Laufe des Menstruationszyklus oder im Zusammenhang mit der Pille zu Blutungen am Zahnfleisch kommen.

Wie gefährlich ist Zahnfleischbluten?

Blutendes Zahnfleisch ist ein erstes dringendes Warnsignal des Körpers. Bleibt sie unbehandelt, kann es grössere Beschwerden nach sich ziehen. Bleibt sie unbehandelt kann sich daraus eine Zahnfleischentzündung entwickeln. Geht das Zahnfleisch weiter zurück, sodass die Bakterien den empfindlichen Zahnhals und den gesamten Zahnhalteapparat erreichen, spricht man von einer Parodontitis. Im schlimmsten Fall breitet sie sich auf den Kieferknochen aus und kann zum Zahnverlust führen.

Welche Vitamine und Mineralien helfen gegen Zahnfleischbluten?

Ein Mangel an Vitamin C kann Blutungen des Zahnfleischs aus mehreren Gründen begünstigen. Denn zum einen hat das Vitamin eine wichtige Funktion beim Aufbau von Blutgefässen. Ausserdem regt es die Bildung von Lymphozyten an und stärkt damit das Immunsystem. Ein ernstzunehmender Vitamin-C-Mangel ist jedoch in entwickelten Ländern wie der Schweiz selten die alleinige Unrache für blutendes Zahnfleisch. Im Kampf gegen die Gingivitis und Parodontitis verursachenden Bakterien und um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen, ist die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta sehr hilfreich. Das Fluorid hemmt die Entstehung von Karies und damit die Plaque-Bildung.

Worauf sollte ich bei der Mundhygiene und der Verwendung von Zahnseide achten?

Die Mundhygiene ist wichtig, um Zahnfleischbluten vorzubeugen. Dazu solltest du mindestens zweimal täglich die Zähne putzen und Zahnseide verwenden. Die Zahnzwischenräume sind bei der Reinigung besonders wichtig, da sie einen idealen Nährboden für Bakterien darstellen, wenn sie nicht gründlich gereinigt werden. Dafür eigenen sich Zahnseide oder Interdentalbürsten besonders gut. Viele vernachlässigen jedoch die Zwischenräume beim Reinigen. Häufig liegt es daran, dass es durch die Zahnseide anfangs zu Verletzungen und damit zu Zahnfleischblutungen kommen kann. Viele fühlen sich dadurch abgeschreckt und benutzen sie nicht mehr. Doch in diesem Fall ist das Blut eine natürliche Reaktion und wird bei regelmässiger Anwendung nicht mehr auftreten. Das Zahnfleisch gewöhnt sich schon bald an die Behandlung. Wichtig ist ebenfalls die Nutzung von Mundspülungen, um den Mundraum zu desinfizieren und das Eindringen von Bakterien zu verhindern. Zusätzlich zur regelmässigen Pflege zu Hause, kann eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll sein, um Zahnfleischbluten vorzubeugen. In unserem Vergleichsportal findest du geeignete Anbieter ganz in deiner Nähe.

Der Zahnarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Zahnärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Digitale Volumentomographie – Funktion, Strahlenbelastung und Einsatzmöglichkeiten

Bildgebende Verfahren sind in der Zahnmedizin gängig und stellen einen entscheidenden der Behandlungsplanung dar. Dazu gehört auch die digitale Volumentomographie, die nicht nur eine zweidimensionale Darstellung für die Diagnostik erlaubt, sondern eine Aufnahme in 3D. Sie hat gegenüber einer Computertomographie den Vorteil einer geringeren Strahlenbelastung, die jedoch immer noch höher liegt als bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen. Daher kommt sie nur für bestimmte Behandlungsmethoden zum Einsatz.

Nahtdehiszenz: Aufklaffen von Wunden nach der Wundversorgung

Die Nahtdehiszenz ist das Auseinanderweichen von Wundrändern nach der operativen Versorgung einer Wunde. Wunddehiszenzen können gefährliche Folgen haben. Dazu gehören Eviszerationen nach einer vollständigen Wundruptur oder Wundinfektionen mit anschliessender Blutvergiftung. Als Ursachen für das Aufklaffen von Wunden kommen lokale oder systemische Gründe infrage. Die folgenden Abschnitte erklären, was Wundheilungsstörungen sind, wann Wunddehiszenzen entstehen und wie sie eingeteilt und behandelt werden.

Sinuslift: Knochenaufbau für einen besseren Halt der Zahnimplantate

Fehlen Zähne, bildet sich mit der Zeit der Knochen zurück. Damit Zahnimplantate einen guten Halt haben, muss der Kieferhöhlenknochen verstärkt werden. So kann der Zahnersatz überhaupt erst eingesetzt werden und auch grossen Belastungen standhalten. Wie der Eingriff genau abläuft, wissen die meisten Menschen nicht. Wir beantworten dir die häufigsten Fragen, damit du genug Hintergrundwissen hast, um dich im Ernstfall ganz entspannt auf den Zahnarztstuhl zu legen.

Lappenplastik – rekonstruktive Chirurgie in der Zahnmedizin

In der Zahnmedizin wird das bewährte Verfahren der Lappenplastik in der rekonstruktiven Kieferchirurgie eingesetzt, um verloren gegangene Teile des Kieferapparats wiederherzustellen. In der Regel wird dazu ein sogenannter Osteokutaner Lappen genutzt, also ein Hautlappen, der zudem Teile der Faszie, des Gewebes und Knochen enthält. Diese Technik erfordert, dass die Lappenplastik frei transplantiert wird. In der Folge müssen die Gefässe durch Verfahren der Mikrochirurgie an die lokale Blutversorgung angeschossen werden. Zudem verursacht die Lappenplastik an der Entnahmestelle eine grössere Wunde, die zu schliessen ist. Die Rekonstruktion des Kiefers oder von Teilen davon mit einer Lappenplastik ist für gewöhnlich die erfolgreichste Methode.

Die subkutane Injektion – so kommt das Medikament unter die Haut

Thromboseprophylaxe, Impfung oder Insulingabe – die subkutane Injektion ist eine häufig angewandte Injektionstechnik, wenn ein Medikament unter die Haut gespritzt werden muss. Eine spitze Nadel dringt dabei in das Fettgewebe ein und die Flüssigkeit in der Kanüle wird dir dadurch appliziert. Was sich schlimm anhört, tut eigentlich gar nicht weh: Die Methode ist einfach anzuwenden und die Verabreichung des Medikaments kann mit dieser Injektionstechnik bereits von Pflegeschülern durchgeführt werden. Wir beantworten dir hier, in welchen Fällen eine subkutane Injektion notwendig ist und wie sie professionell durchgeführt wird.

Ganzheitliche Zahnmedizin – über die klassische Behandlung hinaus

In vielen Teilbereichen der Medizin haben sich inzwischen ganzheitliche Ansätze durchgesetzt, so auch in der Zahnmedizin. Dies liegt unter anderem an der Globalisierung, denn viele Ärzte lernen inzwischen Heilungsansätze aus anderen Ländern. In Kombination mit der westlichen Medizin ergeben sich daraus fusionierte Heilungsansätze. Neben der reinen Ursache für die Beschwerde geht es bei der ganzheitlichen Zahnmedizin auch um das Zusammenspiel zwischen Zähnen und anderen Körperteilen sowie um den gesamten Körper und seine Gesundheit.