Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Bei den meisten von uns haben Weisheitszähne nicht genügend Platz. So drohen Schwierigkeiten: Ein Zahn bleibt teilweise von Mundschleimhaut verdeckt (teilretiniert) und ist schwer zu säubern, sodass sich in der Folge Parodontitis entwickelt. Oder er schiebt die Nachbarzähne in Fehlstellungen, bleibt im Knochen verborgen (retiniert), kippt und drückt dort schmerzhaft auf die Nerven seiner Nachbarn. Er führt zu Entzündungen, eitrigen Abszessen, Zysten oder bildet seltsame Wurzelformen, die ein Entfernen verkomplizieren können.
Ist Ungemach dieser Art schon früh absehbar, raten Fachleute zur prophylaktischen Entfernung der Weisheitszähne in jungen Jahren – bis etwa 25 –, da dies die Komplikationen auf ein Minimum reduziert. Bei schon eingetretenen Beschwerden musst du zügig handeln. Ein Röntgenbild gibt dann Aufschluss über das Ausmass der Probleme.
Wie kompliziert der Fall ist, kann dein niedergelassener Zahnarzt feststellen. Ob er den Zahn auch ziehen kann, hängt von seiner Qualifikation und vom Zahn ab. Eine einfache Extraktion (Ziehen) führt jeder Zahnarzt durch. Dies ist häufiger im Oberkiefer der Fall. Bei teilweise oder vollständig retinierten Zähnen wird er dir einen Oralchirurgen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen oder gar eine Fachklinik empfehlen.
Auch für den vorbeugenden Fall, dass alle Weisheitszähne auf einmal entfernt werden, sollte das ein Spezialist mit entsprechender Ausstattung übernehmen. Schon die stärkere örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) oder eventuell notwendige Vollnarkose erfordern dies, denn in diesem Fall ist ein zusätzlicher Anästhesist Pflicht.
Keine Sorge, die Operation verläuft im Normalfall völlig schmerzfrei. Zwei Injektionen ins Zahnfleisch besorgen die sichere örtliche Betäubung des Zahnumfeldes. Damit kommen die allermeisten Patienten problemlos zurecht.
Du kannst deinen Arzt auch um eine Sedierung per Dämmerschlaf bitten, der dich Angst und Anspannung einfach vergessen lässt. Auch Lachgas hat sich bewährt. Selbst eine Vollnarkose ist möglich, bisweilen allerdings nicht sinnvoll und zudem auch teuer.
Heutige chirurgische Verfahren sind minimalinvasiv und sehr an Schonung orientiert. Dies reduziert die Folgen der Operation und auch die Schmerzen danach erheblich. Im Schnitt sind Schmerzen innerhalb der ersten drei Tage wieder abgeklungen, bei manchen dauert es etwas länger. Zur Bekämpfung sind kurzfristig Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac äusserst wirksam, doch Vorsicht: nie länger einnehmen als notwendig!
Erfahrene Chirurgen ziehen vier Weisheitszähne innerhalb von höchstens 30 Minuten, unkompliziert liegende Zähne oft sogar in zehn. Oberkieferzähne sind häufig recht schnell gezogen. Im Knochen verborgene Weisheitszähne dagegen werden nicht extrahiert, sondern chirurgisch entfernt. Zwischen 20 und 45 Minuten sind erforderlich für die folgenden Schritte:
Die Betäubung einer Kieferhälfte wirkt noch bis zu sechs Stunden, bis dahin solltest du weder essen, trinken noch intellektuelle Höchstleistungen von dir fordern. Stattdessen empfiehlt sich für die ersten 48 Stunden eine Intervall-Kühlung der Wange gegen Schwellungen als normale Entzündungsreaktion, am besten mit Kühlkompressen aus dem Kühlschrank: abwechselnd höchstens 30 Minuten aussen auflegen und 15 Minuten pausieren, so unterkühlt das Gewebe nicht und wird durchblutet. Vor dem Abklingen der Betäubung nimmst du vorsorglich eine Schmerztablette ein. Ab Tag sechs benötigst du vermutlich keine mehr.
Leichte Nachblutungen und Blutergüsse sind möglich, wie auch eine Entzündung der Wunde (Alveolitis) – dann allerdings steht ein Zahnarztbesuch an. Im Oberkiefer dauert die Wundheilung zwei Wochen, der Knochenaufbau drei Monate, im Unterkiefer sechs Wochen respektive sechs Monate. Schonen, Kürzertreten und Nikotinabstinenz für zwei bis drei Tage beschleunigen die Heilung. Die allermeisten können danach bereits wieder ihrer Arbeit nachgehen.
Kurz: Alles, was weich ist, nicht gekaut werden muss und die Wunde bei der Heilung nicht stört. Verzichte auf Knuspriges, stark Gewürztes, Körniges oder Pasta al dente – und zumindest am ersten Tag auf Koffein. Die ersten drei Tage sind eine Zeit für Smoothies, Suppen, Pürees, Muse und Breie oder Weichgekochtes.
Ob Milch und Milchprodukte drei Tage lang tabu sind, ist umstritten. Manche vermuten eine Gefahr durch Milchsäurebakterien in Joghurt, Käse oder Quark. Andere winken ab und raten, nur auf Milch und Kalziumhaltiges zu verzichten, wenn zeitgleich Antibiotika einzunehmen sind.
Die Kosten belaufen sich auf 500 bis 800 Franken pro Zahn. Sie hängen auch davon ab, ob eine einfache Extraktion unter örtlicher Betäubung stattfindet oder eine aufwendige Operation in Vollnarkose. Mit einer Kostenübernahme durch die Grundversicherung kannst du leider nicht rechnen, nur in sehr schwerwiegenden Sonderfällen springt sie ein. Hast du allerdings eine Zahn-Zusatzversicherung abgeschlossen, greift diese dir mit der jeweils vereinbarten Beteiligung ohne Wenn und Aber unter die Arme.
Die längsten hat der Elefant, mit den schärfsten dagegen kann wohl der afrikanische Tiger aufwarten: Die Rede ist von den Eckzähnen. Jedes Säugetier besitzt und damit natürlich auch der Mensch. Ursprünglich waren sie bei uns sogar weit ausgeprägter, als sie es heute sind. Denn um unsere „Beute“ zu zerteilen, sind wir heute natürlich nicht mehr auf einen starken Eckzahn angewiesen. Vielen von uns bereitet er sogar eher Probleme. Wenn sie also nicht mehr sind, was sie einmal waren – welche Rolle spielen dann unsere Eckzähne überhaupt noch?
Als Bestandteil deines Gebisses erfüllen die Prämolaren eine wichtige Funktion. Mit ihnen kannst du Nahrung zerkleinern. Sie schützen zudem die Frontzähne und sorgen dafür, dass die hinteren Backenzähne Halt haben. In unserem Ratgeber erhältst du alle wichtigen Infos, die zu den vorderen wichtigen Backenzähnen wissen solltest: Wie viele gibt es? Wann brechen sie durch? Wie viele Wurzeln haben die Prämolaren? Ausserdem beantworten wir dir die Frage, wann eine Wurzelbehandlung an den Prämolaren notwendig ist und ob sich eine Fissurenversiegelung an den vorderen Backenzähnen lohnt.
Bildgebende Verfahren sind in der Zahnmedizin gängig und stellen einen entscheidenden der Behandlungsplanung dar. Dazu gehört auch die digitale Volumentomographie, die nicht nur eine zweidimensionale Darstellung für die Diagnostik erlaubt, sondern eine Aufnahme in 3D. Sie hat gegenüber einer Computertomographie den Vorteil einer geringeren Strahlenbelastung, die jedoch immer noch höher liegt als bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen. Daher kommt sie nur für bestimmte Behandlungsmethoden zum Einsatz.
Schöne Zähne sind ein Muss für ein gepflegtes Äusseres. Vor allem sollen sie natürlich gesund sein, doch eine ansprechende Optik ist ebenso wichtig. Wenn sich ein Zahn an den anderen schmiegt wie Perlen an einer Schnur und wenn die Zahnreihe in einem natürlichen Weiss schimmert, wirken wir auf unsere Mitmenschen freundlich, nett und einfach sympathisch. Sofern die natürliche Zahnsubstanz zu wünschen übrig lässt, hilft dir eine Zahnkorrektur. Alles rund um das Thema erklären wir dir in diesem Artikel.
Neben Zahnschmerzen gehören Kieferschmerzen zu den häufigsten Schmerzen im Gesichtsbereich. Auch wenn die Zahl der Betroffenen pro Jahr nicht genau bekannt ist, wird schätzungsweise jede dritte Person im Laufe des Lebens mit Schmerzen dieser Art konfrontiert. Die Entstehung dieser konkreten Problematik ist dabei sehr vielfältig und reicht von Stress im Alltag bis zu anatomischen Fehlstellungen. Es gibt viele unterschiedliche Verläufe, Ursachen und Arten der Behandlung, mit denen du unter Umständen irgendwann konfrontiert werden wirst. Darum haben wir in diesem Artikel alles zusammengestellt, was es rund um das Thema Kieferschmerzen zu wissen gibt.
Unser Gebiss wird manchmal ganz schön in Anspruch genommen und auch stark überbelastet. Das geschieht nicht immer bewusst, sondern auch unbewusst oder während der Schlafphase, etwa durch Bruxismus und Zähneknirschen. Die Folgen können neben dem Zahnabrieb auch unangenehme Kieferverspannungen und Schmerzen sein. Bruxismus ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern ein eher komplexer Vorgang, der auch mit Stress, dem psychischen Empfinden, der Umwelt und dem Lebensstil zusammenhängen kann. Es ist aber ratsam, die Anzeichen zu erkennen und behandeln zu lassen. Was Bruxismus ist und wie du dagegen vorgehst, zeigen wir dir hier.