Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Die Kieferorthopädie ist ein Teilbereich der Zahnmedizin. Ihre Aufgabe ist die Korrektur von Fehlstellungen, die Zähne und Kiefer betreffen, sowie deren Prävention und Therapie. Mit Hilfe diagnostischer Verfahren findet der Kieferorthopäde geeignete Mittel für eine Behandlung. Oft stellt er die benötigten Geräte oder Zahnspangen sogar selbst her.
Eine Schief- oder Fehlstellung der Zähne oder des Kiefers hat Auswirkungen auf Gesundheit, Aussehen und Wohlbefinden. Eine Kieferfehlstellung schränkt dazu das Sprechen und Kauen ein und erschwert die Atmung. Es gibt verschiedene Arten der Fehlstellung, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen und nicht immer eine Therapie benötigen. Dazu gehören beispielsweise:
Die Kieferorthopädie versucht, diese Fehlstellungen durch mechanische Wirkung oder Druck zu korrigieren. Die Zahnfehlstellung wird gezielt mit einer Zahnspange verändert und die Zähne angepasst. Die Spange ermöglicht durch den Druck auf die Zähne eine Veränderung der Zahnlage und rückt die Zähne in die richtige Position. Bei vielen Modellen ist immer wieder ein Nachziehen der Zahnspange notwendig. Es gibt fest eingesetzte, herausnehmbare oder locker im Mund sitzende Modelle. Wichtig sind Zahnspangen in der Regel bei Kindern im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren, da so frühzeitig eine Korrektur erfolgt.
Zahnspangen und kieferkorrigierende Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen, die dank moderner Weiterentwicklungen unauffällig sind, wenn sie in die Mundhöhle eingesetzt werden. Gängig sind folgende Zahnspangen und Korrekturgebisse:
Um die Bisslage zu verändern, kennt die Kieferorthopädie ein herausnehmbares Gerät, das sich Bionator nennt. Dieses gestattet eine Bisserhöhung und gehört zu den funktionskieferorthopädischen Modellen, die aus Kunststoffplatten und Draht aufgebaut sind. Du kannst es einsetzen und bei Bedarf herausnehmen. Gleichzeitig liegt es relativ locker im Mund, wobei ein Drahtgestell aus Zungenbügel und Lippenbügel für Stabilität sorgt. Das Gerät gehört zur ganzheitlichen Kieferorthopädie und soll gleichzeitig die körpereigenen Wachstumskräfte stimulieren und den Mundraum stärken und trainieren, damit sich das Gebiss darin harmonisch entwickelt.
Anders als ähnliche Geräten, darunter der Aktivator oder Funktionsregler, wirkt der Bionator auf beide Kiefer. Während du ihn trägst, nutzt du deine eigene Muskelkraft, etwa beim Kauen, Sprechen oder Schlucken, bei denen sich die Energie der einwirkenden Kräfte auf den Kiefer überträgt. Deine Muskulatur wird trainiert und der Biss normalisiert sich nach einiger Zeit. Für den Einsatz des Bionators muss der Zahnarzt keine Zähne ziehen. Die Veränderung des Gebisses entsteht durch das natürliche Wachstum des Kieferknochens. Dabei reicht die Wirkung der einwirkenden Kräfte über den Mundraum hinaus auch bis zur Halswirbelsäule und ermöglicht eine Verbesserung der Kopf- und Körperhaltung.
Erfinder des Bionators war Wilhelm Balters, der den Bionator als kleineres Modell des Aktivators entwarf und 1940 erstmals als Möglichkeit beschrieb, die Bissverschiebung zu vereinfachen und Fehlstellungen zu korrigieren. Der Bionator enthält ein Konstruktionsgebiss, durch das der Unterkiefer nach vorne geschoben wird. Damit ist nicht nur eine Gebisskorrektur möglich, die auch die Ästhetik des Gesichts verbessert.
Die starke Wirkung ist durch die direkte Verankerung an den Zähnen gewährleistet. Da das Gerät locker im Mund sitzt, entstehen bei jeder Mundbewegung Sogkräfte, die das Wachstum von Zähnen und Kieferknochen stimulieren. Der Zungenbügel wiederum verändert die Zungenlage und lockert die Gewebsschichten auf. Das aktiviert den Stoffwechsel und verhindert einen Lymphstau.
Das Konstruktionsgebiss besteht in der Regel aus einem Kunststoffkörper und zwei Drahtschlaufen. Aussen sitzt ein Lippenbügel mit Schlaufen, im Inneren des Mundes der Zungenbügel. Das Plastikmaterial ist meistens Polymethylmethycrylat. Die Schlaufen und Bügel bestehen aus Draht. Gegenüber anderen Zahnspangen hat der Bionator jedoch keine Dehnschraube, sodass die Wirkung schwächer ausfällt. Einige Zahnärzte raten von diesem Modell für Kinder und Jugendliche ab und verweisen eher auf andere Geräte der Kieferorthopädie, die moderner und effektiver sind.
Du solltest den Bionator immer einsetzen, wenn du deine Zähne frisch geputzt hast. Damit sich die Wirkung entfaltet, solltest du die Apparatur rund um die Uhr tragen, jedoch mindestens 15 Stunden täglich. Wenn du dagegen Nahrung zu dir nimmst oder Sport treibst, kannst du den Bionator herausnehmen.
Zu den zahnmedizinischen Instrumenten für die tägliche Zahnpflege gehört die Interdentalbürste. Sie entfernt zuverlässig auch Rückstände zwischen den Zähnen. Für ein gesundes Gebiss genügt es meistens nicht, die Zähne ausschliesslich mit der Zahnbürste zu putzen. Einige Bereiche im Mundraum sind schwieriger zu erreichen und benötigen daher auch zusätzliche Hygieneprodukte, die die Zonen abdecken, die die Zahnbürste nicht säubert. Die Interdentalbürste ist einfach zu handhaben und ermöglicht die Beseitigung bakterieller Beläge in den Zwischenräumen. Damit fällt die Zahnpflege gründlicher aus und Zahnbeschwerden treten seltener auf.
Laut einer Statistik leidet jeder vierte Europäer an Mundgeruch. Der schlechte Atem ist nicht nur ein sehr unangenehmes Problem für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Mitmenschen. Entsprechend hoch ist oft der psychische Leidensdruck. In diesem Artikel beantworten wir deine wichtigsten Fragen zum Thema Mundgeruch. Hier erhältst du nicht nur alle wichtigen Fakten über die Ursachen, sondern auch praktische Tipps, wie du Mundgeruch und schlechten Atem effektiv vermeidest.
Das kann richtig ärgerlich sein: Einmal kräftig in den Apfel gebissen und plötzlich ist ein Stück des Schneidezahn abgebrochen. Schlimmer und deutlich schmerzhafter ist es aber, wenn der komplette Zahn, zum Beispiel bei einem Unfall, abbricht. Was jetzt zu tun ist und wann du mit einem abgebrochenen Zahn unbedingt zum Zahnarzt gehen solltest, erfährst du in unserem Ratgeber. Wir erklären dir zudem die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten und wann nach einem Zahnunfall eine Wurzelbehandlung und sogar ein Zahnersatz, zum Beispiel mit einer Zahnkrone, notwendig werden kann.
Das tägliche Zähneputzen sorgt für gesunde Zähne und beugt Karies vor. Mittlerweile ist es erwiesen, dass die elektrische Zahnbürste sich deutlich besser für die Mundpflege eignet als die herkömmliche Handzahnbürste. Daher empfehlen Zahnärzte auch, erstere zu verwenden, wenn sie im Rahmen ihres Service etwa Verfärbungen oder Zahnstein entfernen. Die elektrische Zahnbürste hat nämlich einen ähnlichen Effekt und erlaubt eine gründliche und schonende Reinigung der Zähne. Sie ist so konzipiert, dass sie im Druck optimal auf Zähne und Zahnfleisch abgestimmt ist. Daher ist sie auch für Träger von Zahnspangen die bessere Wahl.
Zahnschmerzen muss heutzutage niemand mehr haben und auch Zahnersatz ist nicht notwendig, wenn bereits kleine Stellen mit Karies direkt behandelt werden. Ein beliebtes und häufig verwendetes Füllungsmaterial ist die sogenannte Kompositfüllung. Wodurch sie sich auszeichnet, aus welchem Füllungsmaterial sie besteht und welche Zähne damit behandelt werden können, erfährst du im folgenden Ratgeber. Darüber hinaus erklären wir, wie eine zahnmedizinische Füllungstherapie mit Komposit abläuft und welche alternativen Behandlungsmethoden es gibt.
Die Zunge brauchen wir bei der Nahrungsaufnahme ebenso wie beim Sprechen. Unser Geschmacksorgan erfüllt somit eine Reihe wichtiger Aufgaben. Deswegen ist es vielen Schweizern unangenehm, wenn sich weisser Zungenbelag auf der ansonsten sauberen Oberfläche ausbreitet. In diesem Artikel erfährst du alles über die Ursachen einer belegten Zunge und die verschiedenen Möglichkeiten, den Zungenbelag zu entfernen. Ausserdem erklären wir dir, ab wann ein Arztbesuch ratsam ist, um eine belegte Zunge zu beheben.