Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Es war die militärische Forschung, die Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte, dass Senfgas eine wachstumshemmende Wirkung auf Körperzellen haben kann. Diese Erkenntnis führte zur gezielten Entwicklung von chemischen Stoffen, die das Zellwachstum hemmen. Sie wirken besonders gut bei schnellem Wachstum, wie es bei einer Krebserkrankung der Fall ist. Zytostatika wirken auf die Zellteilung ein, indem sie entweder den Stoffwechsel der Zelle stören oder die DNA der Zelle so verändern, dass diese sich nicht mehr fehlerfrei teilen kann. Auf diesem Weg erreicht man, dass ein Tumor nicht weiter wächst, kleiner wird oder im besten Fall sogar ganz verschwindet. Als Verabreichungsform für die Behandlung kommen Injektionen oder Infusionen, aber auch Tabletten oder Kapseln in Frage.
Seit der Entdeckung der Eigenschaften der Zytostatika sind diese immer weiter entwickelt worden. Heute gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Zytostatika, die bei Krebserkrankungen zur Anwendung kommen. Die Auswahl des benötigten Wirkstoffs ist dabei unter anderem von der Grösse des Tumors abhängig, vor allem aber wird eine genaue Diagnostik benötigt. In der Medizin kennt man eine ganze Reihe verschiedener Testverfahren, mit deren Hilfe das richtige Zytostatikum ermittelt wird. Während der Chemotherapie werden vom Arzt Pausen eingeplant, in denen überprüft wird, ob die Behandlung den gewünschten Erfolg zeigt und die Dosierung richtig gewählt wurde. Zugleich geben diese Pausen den gesunden Zellen die Gelegenheit, ihre eigene, notwendige Zellteilung ohne Hemmnisse fortzusetzen.
Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie können leider recht schwerwiegend sein. Das liegt daran, dass Zytostatika auf den gesamten Körper wirken und somit auch auf das Zellwachstum von eigentlich gesunden Körperzellen negative Auswirkungen haben. Da sich Krebszellen aber viel schneller teilen und vermehren als gesunde Zellen, ist der Effekt der Chemotherapie auf den Tumor viel höher. Dennoch müssen sich Patienten häufig auf die Folgen dieser Behandlung einstellen. Diese Nebenwirkungen sind häufig
Darüber hinaus kommt es oft zu Haarausfall und zu Infektionen an den Schleimhäuten, weil sich auch hier die Zellen verhältnismässig schnell teilen. Viele Patienten klagen in Folge einer Chemotherapie zum Beispiel über Probleme mit der Mundschleimhaut.
Die Zellen im Körper eines Lebewesens vermehren sich normalerweise unablässig durch Zellteilung. Sie tun das mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, wobei die Zellen eines Tumors sich besonders schnell vervielfachen. Das Ziel der Zytostatika ist es, diese Zellteilung zu behindern oder sogar ganz zu verhindern, sodass der Krebs im Inneren des Körpers nicht weiter wachsen kann. Sie erreichen das zum Beispiel, indem sie sich in die Erbsubstanz der Zelle einnisten. Das bewirkt, dass sich die Zellteilung zwar fortsetzt, aber mit fehlerhaften Informationen, sodass sich die Tumorzellen nicht im gleichen Masse vermehren. Eine andere Methode der Zytostatika ist die Unterbrechung des Stoffwechsels der Zelle. Damit wird sichergestellt, dass der Vervielfältigungsprozess nicht ordnungsgemäss stattfinden kann.
Es gibt heute eine ganze Reihe verschiedener Zytostatika, deren Wirkungsweise sich voneinander unterscheidet. Die Hauptgruppen sind:
In der Behandlung kommt meist eine individuelle Mischung verschiedener Zytostatika zur Anwendung.
Der Einsatz von Zytostatika bringt immer Nebenwirkungen mit sich. Gemessen an der effektiven Wirkung der Mittel gegen den Krebs muss man diese aber in Kauf nehmen. Zu den häufigsten Auswirkungen des Einsatzes von Zytostatika gehören Probleme an den Schleimhäuten im Magen-Darm-Bereich oder im Mund. Das liegt daran, dass auch an den Schleimhäuten ein recht schnelles Zellenwachstum stattfindet und die Wirkung der Zytostatika sich nicht ausschliesslich auf Krebszellen beschränken lässt. In der Folge klagen Patienten häufig über Symptome im Mund und im Rachenbereich. Hier kommt es auf Grund der gehemmten Zellteilung häufig zu Infektionen, die schmerzhaft sein können und die Aufnahme von Speisen oder das Zähneputzen zu einer Qual werden lassen. In der Zahnheilkunde kennt man dieses Phänomen bereits und kann entsprechende Massnahmen treffen.
Krebspatienten sollten vor dem Beginn einer Behandlung mit Zytostatika auf jeden Fall einen Zahnarzt aufsuchen. Dieser wird die Schleimhäute im Mund untersuchen und einschätzen, ob für Prothesen oder Zahnersatz genügend Stabilität vorhanden ist, um die voraussichtlichen Auswirkungen der Therapie auf den Mundraum auszuhalten. Dabei können vorhandene Schwachstellen bereits im Voraus behandelt werden, sodass mögliche Infektionen vermindert werden können. Darüber hinaus kann der Zahnarzt den Patienten auch bereits Tipps zur schonenden Zahnpflege während einer Chemotherapie geben.
Die gefürchtete Wurzelbehandlung hast du endlich überstanden – und dennoch leidest du unter Schmerzen? Dahinter können unterschiedliche Ursachen stecken. Meist handelt es sich um einen kurzzeitigen Schmerz, der nach wenigen Tagen verschwindet. In anderen Fällen bleibt der Zahnschmerz jedoch. Obwohl fachgerecht durchgeführte Wurzelfüllungen heute eine hohe Erfolgschance versprechen, kann es also zu Komplikationen kommen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Bissschmerzen nach Wurzelbehandlung zusammengefasst.
Strahlende Zähne stehen für Vitalität und Wohlbefinden. Für ein gesundes Gebiss ist eine gute und konsequente Mundhygiene unbedingt notwendig. Die gute Nachricht: Die optimale Zahnpflege lässt sich zu Hause mit der Verwendung der richtigen Hilfsmittel sehr gut umsetzen. Unser Anbieter-Vergleich in der Schweiz beschäftigt sich mit Fragen und Antworten rund um das Thema Zahnreinigung und Interdentalbürsten.
Die Zunge brauchen wir bei der Nahrungsaufnahme ebenso wie beim Sprechen. Unser Geschmacksorgan erfüllt somit eine Reihe wichtiger Aufgaben. Deswegen ist es vielen Schweizern unangenehm, wenn sich weisser Zungenbelag auf der ansonsten sauberen Oberfläche ausbreitet. In diesem Artikel erfährst du alles über die Ursachen einer belegten Zunge und die verschiedenen Möglichkeiten, den Zungenbelag zu entfernen. Ausserdem erklären wir dir, ab wann ein Arztbesuch ratsam ist, um eine belegte Zunge zu beheben.
In der Parodontologie spielt der Zahnaufbau für die Behandlung eine entscheidende Rolle. Denn Erkrankungen und Infekte betreffen nicht immer nur die obere Schicht der Zahnkrone, sondern häufig auch den komplexeren Bereich der Zahnwurzel. Jeder Zahn ist ähnlich aufgebaut, verändert sich im Laufe der Zeit – und ist unersetzbar. Das macht eine gründliche Mundhygiene notwendig, um die Zähne zu schützen und lange gesund zu erhalten. Alles rund um den Aufbau deiner Zähne erfährst du hier.
Neben Zahnschmerzen gehören Kieferschmerzen zu den häufigsten Schmerzen im Gesichtsbereich. Auch wenn die Zahl der Betroffenen pro Jahr nicht genau bekannt ist, wird schätzungsweise jede dritte Person im Laufe des Lebens mit Schmerzen dieser Art konfrontiert. Die Entstehung dieser konkreten Problematik ist dabei sehr vielfältig und reicht von Stress im Alltag bis zu anatomischen Fehlstellungen. Es gibt viele unterschiedliche Verläufe, Ursachen und Arten der Behandlung, mit denen du unter Umständen irgendwann konfrontiert werden wirst. Darum haben wir in diesem Artikel alles zusammengestellt, was es rund um das Thema Kieferschmerzen zu wissen gibt.
Zähne bestehen nicht nur aus dem sichtbaren Teil, sondern sind ist aus mehreren Gewebeschichten aufgebaut: Die Zahnkrone besteht aus Zahnschmelz, der härtesten Substanz im Körper. Unter dem Zahnschmelz liegt das etwas weichere Zahnbein. Das Zahninnere – die Pulpa – wird vom Zahnbein umschlossen. In der Pulpa sind die Wurzelkanäle mit feinsten Blutgefässen und Nervenbahnen zu finden. Der Zahn erhält seine Versorgung über diese Blutgefässe. Bei der Endodontie handelt es sich um das Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich Erkrankungen beschäftigt, die das Zahninnere betreffen. Sind Zähne im Inneren entzündet oder abgestorben, ist ein Spezialist für Endodontologie also der richtige Ansprechpartner.