Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Zahnärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Zahnpflege – gesunde Zähne mit der richtigen Vorsorge

Zahnpflege – gesunde Zähne mit der richtigen Vorsorge

Eine gründliche Zahnreinigung gehört für die meisten Schweizer zur alltäglichen Körperpflege. Zweimal täglich nehmen wir die Zahnbürste in die Hand, schmieren Zahnpasta darauf und putzen die Zähne gründlich. Und unsere Kinder tun es uns gleich. Es geht schliesslich nicht nur um ein strahlendes Lächeln, sondern vor allem um die Gesundheit. Dabei wissen die wenigsten, dass mehr zur Zahnpflege gehört als das tägliche Zähneputzen. Worauf es dabei wirklich ankommt, sagen wir dir in diesem Artikel.

Warum ist Zahnpflege so wichtig?

Ein Blick in das Mittelalter verdeutlicht, warum die Zahnpflege so wichtig ist. Damals gab es auf den Schweizer Jahrmärkten sogenannte „Zahnbrecher“, die den Leidenden die schmerzenden Zähne zogen. Die hygienischen Bedingungen waren so schlecht, dass manche Menschen schon früh kaum noch Zähne besassen. Glücklicherweise stehen dir heute die passenden Instrumente zur Verfügung, um deine Zähne vor Krankheiten zu schützen.

Der Erhalt der Zahngesundheit ist somit das primäre Ziel der Zahnpflege. Daneben tust du durch das tägliche Beseitigen von Bakterien und Pilzen aber auch etwas für deine allgemeine Gesundheit: Durch das Reinigen des Mundraums haben die Bakterien keine Chance, andere Teile deines Körpers zu befallen.

Wie pflege ich meine Zähne richtig?

Die Bass-Methode ist eine bewährte Technik, um deine Zähne gründlich zu reinigen. So funktioniert sie:

  1. Drücke die Zahnbürste nicht gerade auf die Zähne, sondern halte sie leicht schräg.
  2. Putze immer zwei bis drei Zähne. Fegende und rüttelnde Bewegungen vom Zahnfleisch weg funktionieren am besten, um Plaque sicher zu entfernen. Kreisbewegungen oder Bewegungen zum Zahnfleisch hin führen häufig dazu, dass Bakterien unter das Zahnfleisch geschoben werden.
  3. Die Oberseite der Backenzähne schrubbst du einfach.
  4. Entwickle einen festen Ablauf, damit du keine Zähne vergisst.
  5. Drücke nicht zu stark auf. Zahnärzte empfehlen einen Druck von 150 Gramm. Das ist ungefähr das Gewicht eines mittelgrossen Apfels.
  6. Nutze die „2x2-Regel“. Sie besagt, dass du dich morgens und abends jeweils für zwei Minuten der Zahnpflege widmen solltest.
  7. Mit Zahnseide oder Interdentalbürsten beseitigst du hartnäckigen Plaque zwischen den Zähnen.
  8. Nach dem Zähneputzen spülst du deinen Mund aus.

Was berücksichtigen viele Schweizer bei der Zahnpflege nicht ausreichend?

Viele Schweizer haben kein System beim Zähneputzen. Dadurch putzen sie zu kurz, zu fest oder nicht gründlich genug. Diese Kombination begünstigt Karies und Zahnfleischentzündungen.

Für dein Zahnpflege-System kannst du auf die Bass-Technik zurückgreifen, die wir dir oben vorgestellt haben. Teile deine Zähne in vier Bereiche ein, die du jeweils 30 Sekunden putzt. Zähle dafür im Kopf mit oder benutze einen Timer. Dann putzt du zuerst beide Zahnreihen auf der rechten Seite und anschliessend die der linken Seite. So pflegst du deine Zähne gründlich.

Welche Zahnpasta schützt meine Zahngesundheit?

Die meisten Produkte für die Zahnpflege ähneln sich in der Zusammensetzung. Kaufkriterien sind vor allem der Fluoridgehalt und der Gehalt der Schleifkörper.

Das Fluorid in der Zahnpasta schützt die Zähne. Es unterstützt die Remineralisierung und repariert kaputten Zahnschmelz, sodass Bakterien und Säuren weniger Schaden anrichten. Wenn du sichergehen willst, dass deine Zähne gut mit Fluorid versorgt sind, kannst du ein Fluoridgel verwenden. Bei Babys, Kleinkindern und Kindern ist jedoch Vorsicht geboten. Für sie gibt es besondere Kinderzahnpasten, die weniger Fluorid enthalten. Angegeben wird der Gehalt in „ppm“ („Teile pro Million“). Die Zahncreme von Kleinkindern sollten nicht mehr als 500 Teile enthalten, bei Sechs- bis Zwölfjährigen sollte der Fluoridgehalr zwischen 1000 und 1500 Teilen liegen. Nach dem zwölften Lebensjahr gibt es aus medizinischer Sicht keine Gründe für eine Begrenzung.

Neben dem Fluoridgehalt ist die Menge der Schleifkörper wichtig. Sie befreien deine Zähne von Verschmutzungen. Befinden sich jedoch zu viele Schleifkörper in der Zahncreme, schadet das deiner Gesundheit. Ihre Menge wird mittels des RDA-Wertes angeben. Einen RDA-Wert über 80 solltest du generell vermeiden, auch wenn Hersteller mit dem Versprechen auf weisse Zähne locken: Bei regelmässiger Nutzung reibst du dir damit den Zahnschmelz ab. Ein RDA-Wert zwischen 50 und 80 gilt als ideal für gesunde Zähne. Bei überempfindlichen Zahnhälsen ist ein Wert zwischen 30 und 40 angemessen.

Welche Zahnbürste ist die richtige für eine gründliche Zahnpflege?

Beim Kauf einer Zahnbürste kannst du zwischen elektrischen und manuellen Produkten wählen. Verwendest du beide richtig, gibt es keinen Unterschied im Putzergebnis. Da die meisten mit der manuellen Variante jedoch falsch putzen, raten die Ärzte zu elektrischen Zahnbürste.

Zu harte Borsten schädigen das Zahnfleisch. Sind dein Zähne gesund, ist eine mittelharte Zahnbürste perfekt für die Zahnpflege. Empfindliche Zähne oder empfindliches Zahnfleisch schonst du mit weichen Bürsten. Bei sehr empfindlichen Zähnen kann dir ein Zahnarzt im Rahmen einer Beratung alternative Produkte vorschlagen.

Wie bringe ich meinen Kindern das Zähneputzen bei?

In einem Haushalt mit Kindern geht es oft drunter und drüber. Dabei gerät das Zähneputzen manchmal in Vergessenheit. Daher sind auch hier Routinen wichtig, die Kindern eine Struktur geben.

Drei Tipps, um Kinder an das Zähneputzen heranzuführen:

  1. Das Kind sucht sich die Produkte für die Zahnpflege selbst aus. Achte lediglich darauf, dass Zahnbürste und -creme kindergerecht sind.
  2. Putze mit deinem Kind gleichzeitig die Zähne, um die Routine zu festigen.
  3. Etabliere das Zähneputzen innerhalb einer grösseren Routine wie der „Aufsteh-Routine“.

Wie stelle ich eine gründliche Zahnpflege bei meinen Kindern sicher?

Das „KAI-Prinzip“ ist ein anschaulicher Leitfaden zur Zahnpflege von Kindern:

  1. Kauflächen: Die Oberseiten der Backenzähne werden geschrubbt.
  2. Aussenflächen: Die Zähne liegen aufeinander und werden mit kreisenden Bewegungen gereinigt.
  3. Innenflächen: Zuletzt werden die Innenseiten der Zähne von „rot nach weiss“ mit Drehbewegungen geputzt.

Der Zahnarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Zahnärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Zahnstein entfernen und gegen Erkrankungen vorbeugen

Zahnstein beseitigst du nicht einfach durch Zähneputzen oder das Ausspülen des Mundes. Es handelt sich dabei um eine feste Schicht auf den Zähnen, die durch die Einlagerung von anorganischen Stoffen aus Zahnbelag und Speichel entsteht. Zahnstein selbst ist zwar an sich nicht gefährlich, kann jedoch das Risiko für Karies und Parodontitis stark erhöhen. Er sollte entsprechend durch den Zahnarzt entfernt werden. Die Reinigung ist schmerzlos und sollte mindestens einmal im Jahr stattfinden.

Die Munddusche vervollständigt eine sorgfältige Zahnpflege

Eine umfassende Zahnpflege beugt Karies und Entzündungen im Mundraum vor und ist darüber hinaus wichtig für die Gesundheit im ganzen Körper. Die Verwendung einer Munddusche ist dazu gedacht, nach dem Zähneputzen besonders die Zahnzwischenräume zu reinigen und gleichzeitig das Zahnfleisch zu massieren. Die Munddusche geht dabei wesentlich schonender vor als Zahnseide und verhindert gleichzeitig Verletzungen am Zahnfleisch. Das Zahnpflegeprodukt ist damit eine hervorragende Ergänzung für die tägliche Zahnhygiene und Körperpflege. Alle wichtigen Fragen rund um seine Verwendung beantworten wir hier.

Zahnzusatzversicherung Schweiz: 7 wichtige Fragen und Antworten auf einen Blick

Attraktive Zähne erfordern regelmässige Besuche beim Zahnarzt, die prophylaktische Behandlungen umfassen. Auch ästhetische Korrekturen wie Bleachings, aber auch Veneers, Zahnspangen, Inlays und weitere Massnahmen gehören heute fast zum Standard. Die Grundversicherung deckt aber bei der Zahngesundheit zumeist nur das ab, was notwendig ist, um bestehende Zahnkrankheiten zu behandeln. Für alles andere greifst du selbst tief in den Geldbeutel. Abhilfe kann eine zusätzliche Versicherung schaffen. Was musst du vor Vertragsabschluss bei einer Zahnzusatzversicherung in der Schweiz wissen? Wir liefern dir die wichtigsten Antworten.

Veneers: So wird der Traum von perfekten Zähnen Wahrheit

Ein schönes Lächeln steht auf der Wunschliste vieler Menschen ganz oben. Und als schön gilt es vor allem, wenn es sich durch gerade Zähne und einen strahlenden Weisston auszeichnet. Veneers sind ein immer beliebterer Weg, um dies zu erreichen. Sie bieten dir eine ebenso schnelle wie einfache Möglichkeit für ästhetische Korrekturen. Mit Leichtigkeit kaschieren sie Verfärbungen, abgebrochene Zähne und Fehlstellungen in kleinerem Ausmass. Dabei legen sich die hauchdünnen Keramikschalen über dein eigenes Gebiss und nehmen seine Passform perfekt an. Aus diesem Grund gilt die Methode als besonders unauffällig. In unserem Artikel verraten wir dir, was du zum Thema wissen solltest.

Plaque – Fragen und Antworten zum Zahnbelag

Plaque ist der bakterielle Zahnbelag, der eine der Hauptursachen für Entzündungen, Karies und die Erkrankung von Zähnen und des Zahnfleisch ist. Daher ist es wichtig, dass du deine Zähne gründlich reinigst und gut pflegst. Eine Zahnbürste entfernt Plaque täglich und nimmt dem Zahnbelag damit die Chance, sich auszubreiten und den Nährboden für die Bakterienbildung zu liefern. Es ist entsprechend wichtig, dass du über die Entstehung von Plaque informiert bist und die Mundhygiene zuverlässig und bewusst vornimmst. Auch der regelmässige Gang zum Zahnarzt gehört in der Schweiz dazu, wobei in der Zahnpflege und Medizin gute Präventionsmassnahmen zur Verfügung stehen.

Kieferentzündungen – Alles rund um Erkennung, Vorbeugung, Heilung

Entzündungen im Kiefer können starke Schmerzen bewirken. Unbehandelt führen sie nicht selten zu chronischen Erkrankungen und zu dauerhaften Schäden. Wo liegt die Ursache für die Entzündungen? Sind es immer die Zähne? Machen sich Kieferentzündungen bemerkbar, bevor die Schmerzen auftreten? Welche Behandlungsmöglichkeiten versprechen einen Heilungserfolg und welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner? Die Fragen rund um das Thema Kieferentzündung sind vielfältig. Wir haben dir die wichtigsten Fakten zusammengestellt.