Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Zahnärzte in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Zahnpasta – die Wirkung hängt vom Inhalt ab

Zahnpasta – die Wirkung hängt vom Inhalt ab

Obwohl jeder sie mehrmals am Tag benutzt, widmet man ihr eher wenig Beachtung: Die Zahnpasta ist ein so unauffälliger Alltagsbegleiter, dass du sie eigentlich nur bemerkst, wenn sie einmal unerwartet fehlt. In der jüngeren Vergangenheit hat sich bei der Herstellung der Zahncremes aber einiges getan, das durchaus Aufmerksamkeit verdient. Die altbekannte Zahnpasta hat sich zu einem Lifestyle-Produkt entwickelt, das einige neue, nützliche Funktionen mit sich bringt. Diese gehen über die simple Reinigung der Zähne weit hinaus. Es lohnt sich daher, das aktuelle Angebot einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen, was wir im Folgenden tun wollen.

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Produkte?

Die Zahnpasta hat im Grunde zwei Hauptaufgaben: Sie soll die mechanische Reinigungsleistung der Zahnbürste verstärken und für ein erfrischendes Gefühl im Mund sorgen. Dazu kommen zahlreiche weitere Anforderungen, die einzelne Sorten mit speziellen Inhaltsstoffen erfüllen, etwa:

  • Schutz vor Parodontose und Zahnfleischbluten
  • Schonung sensibler Zähne
  • antibakterielle Wirkung für frischen Atem
  • Entfernung hartnäckiger Belege
  • optische Aufhellung

Im Trend liegen ausserdem Naturprodukte, die auf schädliche Zusatzstoffe verzichten und auf altbewährte Substanzen zurückgreifen, wie zum Beispiel Aktivkohle.

Wie schützt Zahncreme vor Karies?

Wenn sich Kariesbakterien länger im Zahnbelag aufhalten, erzeugen sie eine Säure, die die Substanz der Zähne angreift. Bilden sich infolgedessen Löcher, spricht man von Karies. Wirksamen Schutz vor Karies bietet daher zuerst regelmässiges Zähneputzen.

Ausserdem enthalten die meisten Zahnpasten Fluorid. Dieser Inhaltsstoff dient dazu, dass sich Mineralien aus dem Speichel in den Zahn einlagern können. Zähne lassen sich tatsächlich remineralisieren, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird. Wenn du also bei deiner Zahnpflege den Schwerpunkt darauf legen willst, Karies vorzubeugen, wähle am besten eine Zahnpasta mit Fluorid.

Was bedeutet „künstlicher Zahnschmelz“?

Seit einiger Zeit sind auch in der Schweiz Zahnpasten erhältlich, die in der Lage sind, winzigste Schäden am Zahn aufzufüllen und zu reparieren. Der relevante Inhaltsstoff heisst Zink-Carbonat-Hydroxylapatit und macht dies in geringem Umfang grundsätzlich auch möglich.

Die Anwendung dieser Produkte hat leider einen nahezu paradoxen Haken: Wer sich dafür entscheidet, muss gleichzeitig auf Fluorid zur Kariesprophylaxe verzichten. Fluorid und künstlicher Zahnschmelz lassen sich nämlich nicht zusammen in einer Paste unterbringen. Sie würden schon vor dem Putzen in der Tube eine Verbindung miteinander eingehen und wären bei der eigentlichen Anwendung gar nicht mehr wirksam.

Wie wirken Extra-Weiss-Zahncremes?

Zahnpflegeartikel, die unter Bezeichnungen wie „Extra Weiss“ vertrieben werden, können tatsächlich auf verschiedenen Wegen die Zähne aufhellen. Eine Methode erlaubt eine besonders gründliche Reinigung durch die Beigabe von mikrofeinen Schleifpartikeln. So lassen sich hartnäckige Beläge und sogar ein wenig Zahnstein entfernen.

Eine andere Wirkweise zu optisch weisseren Zähnen führt über die Zugabe leuchtender oder reflektierender Stoffe, die sich bei regelmässiger Anwendung auf die Zähne legen und sie so heller schimmern lassen. Dieser Effekt wird bei einigen Produkten verstärkt, indem sie einen leichten Blaustich erzeugen: Ein Weiss, das eine leichte Beimischung blauer Farbe enthält, wirkt immer strahlender.

Wie viel kostet eine gute Zahnpasta?

Eine einfache, gute Zahncreme sorgt für eine grundlegende Mundpflege. Sie sollte Plaque entfernen, Zahnstein vorbeugen, das Zahnfleisch nicht angreifen und mit einem angemessenen Fluoridanteil vor Karies schützen. Produkte, die diese Anforderungen erfüllen, finden sich auch im günstigsten Preissegment.

Etwas teurer sind Produkte mit besonderen Zusätzen, die besonders gründlich Beläge entfernen, die Zähne optisch aufhellen oder Ähnliches. Am oberen Ende der Preisskala finden sich die Zahnpasten mit künstlichem Zahnschmelz.

Welche Zahnpasta eignet sich für ein Kind?

Kinderzahncremes sind oft quietschbunt und schmecken sehr süss, um die Kleinen besser zum Putzen zu motivieren. Der wichtigste Unterschied zu Produkten für Erwachsene ist der Fluoridgehalt. Einerseits benötigen auch Milchzähne Fluorid zur Kariesprophylaxe, andererseits kann zu viel Fluorid zu Fluorosen führen. Das sind übermässig mineralisierte Stellen, die weisse Flecken auf den Zähnen zur Folge haben.

Fluorid kann auch über den Körper aufgenommen werden – entweder in Form von gezielter Tablettengabe oder wenn Kinder die Zahnpasta wegen des guten Geschmacks herunterschlucken. Diese unkontrollierte Fluoridaufnahme ist aber problematisch, weshalb Kinderzahncremes wenig oder gar kein Fluorid enthalten. Willst du für dein Kind eine Zahnpasta ohne Fluorid verwenden, dann sprich am bestem mit dem Kinder- oder Zahnarzt ab, ob dein Kind Fluortabletten bekommen sollte.

Wann sind Zähne am besten zu putzen?

Es gibt einen weit verbreiteten Irrtum über den richtigen Zeitpunkt zum Zähneputzen: Viele Menschen glauben, dass es am besten sei, direkt nach einer Mahlzeit zu putzen, um Speisereste so schnell wie möglich zu entfernen und Zahnbelag gar nicht erst entstehen zu lassen. Das ist zwar grundsätzlich richtig, allerdings gibt es keine Nahrungsmittel ohne Säuren. Säuren im Mund führen aber dazu, dass der Zahnschmelz angegriffen wird. Direkt nach einer Mahlzeit kann er daher sehr empfindlich sein – zu empfindlich, um das Reiben einer Zahnbürste gut zu verkraften. Zahnärzte raten deshalb, nach dem Essen eine halbe Stunde zu warten, und dann erst die Zähne zu putzen.

Der Zahnarztvergleich für die Schweiz. Finde die besten Zahnärzte in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Milchzähne – alles Wichtige über das erste Gebiss des Kindes

Milchzähne fallen zwar aus und werden durch ein bleibendes Gebiss ersetzt. Dennoch müssen sie gut gepflegt werden, da sie den Wuchs der zweiten Zähne mitbestimmen. Das ist natürlich vor allen Dingen die Aufgabe der Eltern. Schokolade, Zucker und Süssigkeiten greifen das Gebiss an und sorgen schon bei Kleinkindern für Karies, wenn die Pflege nicht richtig erfolgt. Daher müssen auch Kinder regelmässig zum Zahnarzt und sich einer Behandlung unterziehen, wenn Löcher in den Zähnen zu finden sind. Am besten vermeidest du das durch vorbeugende Massnahmen und die frühzeitige Zahnpflege. Alles zum Thema gibt es hier.

Zahnfleischentzündung – woher kommt sie und was hilft dagegen?

Geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Mundgeruch – dahinter kann eine Zahnfleischentzündung stecken. Im schlimmsten Fall werden chronische oder ständig wiederkehrende Zahnfleischentzündungen zu Parodontitis und führen im weiteren Verlauf zum Zahnverlust. Mit einer täglichen Zahnpflegeroutine zur gründlichen Reinigung von Zahnfleisch, Zunge und Zähnen beugst du Zahnfleischentzündungen zuverlässig vor. Zudem bringst du leichte Entzündungen durch eine Verbesserung deiner Mundhygiene schnell zum Abklingen und verhinderst damit Schlimmeres. Und: Meist stecken bakterielle Infektionen hinter der Entzündung. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, neben dem täglichen Zähneputzen und der Zahnzwischenraumpflege mit Zahnseide oder Interdentalbürsten auch zu antibakteriellen Mundspüllösungen zu greifen.

Zahnschmelz aufbauen – Möglichkeiten und Behandlung

Der Zahnschmelz sorgt für den Schutz der Zähne und besteht aus Natrium, Magnesium, Calcium und Phosphor. Als dünne Schicht überzieht er das Zahnbein und enthält kein Nervengewebe. Zahnschmelz wächst nicht einfach nach, wenn er natürlich mit den Jahren abgebaut wird. Viele säurehaltige Nahrungsmittel greifen den Zahnschmelz an, während der Speichel durch seine enthaltenen Enzyme den pH-Wert neutralisiert. Ein Abbau des Zahnschmelzes führt zur Brüchigkeit der Zähne.

Backenzahn – die wichtigsten Fakten zu unseren grössten Zähnen

Um eine köstliche Mahlzeit unbeschwert geniessen zu können, sind gesunde Zähne unverzichtbar. Als Bestandteil des Gebisses erfüllen die Backenzähne dabei eine wichtige Funktion im Kiefer. Sie dienen dazu, die von den Schneide- und Eckzähnen abgebissene Nahrung zu zerkleinern. Aufgrund ihrer breiten und unebenen Kaufläche können sie Speisen sehr klein zermahlen, um sie optimal auf die Verdauung im Körper vorzubereiten. Alle relevanten Fakten, die du über den Backenzahn wissen solltest, sowie seine richtige Pflege und Behandlung, erfährst du hier auf unserer Vergleichsplattform.

Durchsichtige Zahnspange: 7 brennende Fragen und Antworten

Viele Teenager und Erwachsene benötigen eine Zahnspange. Egal, ob mit 15 oder 35: Der Wunsch nach geraden Zähnen ist präsent, da er mehr Selbstbewusstsein und Ausstrahlung verspricht. Unser Lächeln gilt schliesslich als unser Markenzeichen, das immer direkt in den Blick fällt. Die meisten Menschen nehmen es daher gerne in Kauf, vorübergehend eine Zahnspange zu tragen. Deren beliebteste Variante ist die durchsichtige Zahnspange, denn sie erweist sich als besonders unauffällig. Die Behandlung ist schnell und effizient und die durchsichtige Spange eignet sich auch perfekt für Erwachsene, die bereits im Berufsleben stehen. In unserem Ratgeber erfährst du alles Wichtige zum Thema.

Eine Amalgamentfernung durchführen lassen? So geht es

Amalgam sieht als Füllung in den Zähnen weder hübsch aus noch fühlt es sich gesund an. Schliesslich möchte wohl niemand über Jahre hinweg Metall im Mund haben. Früher war es üblich, Löcher mit dieser Art von Zahnersatz zu füllen. Doch in der modernen Zahnmedizin gibt es bessere Materialien, die noch dazu optisch ansprechender aussehen. Eine Amalgamentfernung kannst du im Prinzip jederzeit von deinem Zahnarzt vornehmen lassen. Was also musst du rund um die Sanierung deiner Zahnfüllungen wissen, und wie gehst du am besten vor?