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Unter einem Odontom versteht die Zahnmedizin ein gutartiges Geschwulst, das sich aus den Zahnhartsubstanzen der Zähne bildet. Es kann also aus Zahnschmelz, Zahnbein (Dentin) oder Zahnzement bestehen. Zahnärzte betrachten diese Erkrankung eher als Fehlbildung des Zahnkeims oder als Missbildung beziehungsweise entwicklungsbedingte Anomalie der Zahnleiste, weniger als echten Tumor. Sie verursacht zunächst keine Beschwerden. Deshalb wird sie oft erst als Verschattung bei Röntgenuntersuchungen entdeckt, die aus anderen Gründen vorgenommen wurden. Übrigenns: Das männliche Geschlecht ist häufiger davon betroffen.
Die Medizin unterscheidet Odontome nach den hauptsächlich vorhandenen Substanzen.
Odontome bilden sich meistens in den wachsenden bleibenden Zähnen. Daher sind sie am häufigsten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen anzutreffen. Die Ursache für die Entstehung der Krankheit ist nicht bekannt. Es gibt Hinweise darauf, dass Infektionen, Vererbung oder Mutationen sowie Traumata wie Unfälle an der Entstehung beteiligt sein könnten. Oft treten sie im Zusammenhang mit Zahnlücken, unvollständig durchgebrochenen Zähnen oder verschobener Zahnstellung auf. Komplexe Odontome entwickeln sich häufiger im hinteren Unterkiefer, zusammengesetzte Odontome im vorderen Bereich des Oberkiefers.
Diese Form der Erkrankung, auch als Odontoameloblastom bezeichnet, ist ein äusserst seltener Tumor. Er kommt bei Kindern unter 15 Jahren vor und tritt im hauptsächlich in den hinteren Kieferbereichen von Unterkiefer und Oberkiefer auf. Dieser odontogene Tumor ist gutartig, er wächst langsam, aber expansiv und invasiv. Ähnliche Erkrankungen, die diagnostisch nicht immer einfach zu unterscheiden sind, sind das ameloblastische Fibrom, das ameloblastische Fibroodontom und das Ameloblastom.
Mit Odontomzysten oder besser odontogenen Zysten sind Zysten im Kieferbereich gemeint. Diese abgekapselten Hohlräume sind mit Flüssigkeit gefüllt. Sie können beispielsweise durch Entzündungen oder in der Folge von Operationen entstehen. Nicht selten entstehen sie auch an der Wurzel kranker oder abgestorbener Zähne. Weil sie sehr langsam wachsen und nicht schmerzen, werden sie oft erst entdeckt, wenn sie im Kiefer kleine Beulen bilden. Diese Zysten sind nicht gefährlich. Dennoch werden sie in der Regel entfernt, weil sie bei weiterem Wachstum die Stabilität des Kiefers beeinträchtigen können.
Odontome werden meist zufällig in der Zahnarztpraxis entdeckt, beispielsweise, wenn die Zähne asymmetrisch durchbrechen oder der Zahndurchbruch gestört ist. Dann wird radiologisch die genaue Ausdehnung und Lage der zahnähnliche Geschwulste ermittelt. Werden Odontome rechtzeitig entfernt, ist ein spontaner Zahndurchbruch oft noch möglich und die Schädigung der umliegenden Gewebe wird verhindert. Nach dem gründlichen Entfernen ist der Tumor in der Regel dauerhaft verschwunden. Odontome neigen nicht zu Rezidiven.
Die chirurgische Entfernung erfolgt meistens in einer Zahnklinik oder einer Praxis für Kieferchirurgie. Wichtig ist, dass der komplette abgegrenzte oder eingekapselte Gewebebereich herausgeschält wird. In seltenen Fällen müssen Zähne in diesem Bereich mit entfernt werden. Dann sind gegebenenfalls weitergehende chirurgische und kieferorthopädischer Massnahmen erforderlich. Mithilfe der modernen Implantologie kann auch in schwierigen Fällen ein funktionell und ästhetisch perfektes Gebiss wiederhergestellt werden.
Der Tumor gilt nicht als bösartig. Er infiltriert und zerstört das umliegende Gewebe nicht. Er bildet auch keine Metastasen. Odontome verdrängen ab einer bestimmten Grösse aber das benachbarte Gewebe. Deshalb können in der Kindheit den Durchbruch anderer Zähne in die Mundhöhle behindern. Das führt häufig zur Bildung von Zysten.
Das Odontom kann allerdings Hinweise auf eine gefährliche Erkrankung liefern. Diese Darmerkrankung (adenomatöse Polyposis) tritt nämlich häufig in Verbindung mit auffälligen zahnmedizinischen Anomalien auf. Weil sie fast immer zu Darmkrebs führt, kann eine möglichst frühe Behandlung lebensrettend sein.
Verschiedene Zahnentwicklungsstörungen werden als Odontom-ähnliche Missbildungen betrachtet. So können Verkalkungsstörungen zu unvollständiger Ausbildung des Zahnschmelzes führen oder Kronen- und Wurzelmissbildungen ein ähnliches Erscheinungsbild aufweisen. Bisweilen ist die komplette Entwicklung eines Zahnes gestört, wenn beispielsweise ein Milchzahn bei einem Unfall in den Kiefer gedrückt wurde. Dann ist meist auch der bleibende Zahnkeim geschädigt und es entstehen häufig Fehlstellungen und Durchbruchsstörungen bei den bleibenden Zähnen. Solche Symptome sind schwer von denen eines Odontoms zu unterscheiden.
Eine Bifurkation ist eine Gabelung: Ein Organ verzweigt sich in zwei Äste oder ein Fluss teilt sich in zwei Arme auf. Die Luftröhre geht beispielsweise an ihrer Bifurkation in die zwei Hauptbronchien über. Auch an deinen Zähnen findest du Bifurkationen. Der Zahnarzt untersucht diese Stellen, um Zahnerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Liegen die Gabelungen der Zahnwurzeln frei, ist dies oft eine Indikation für eine chirurgische Behandlung. Erfahre mehr über Bifurkationen und ihre Bedeutung in der Zahnmedizin in unserem Artikel!
Wenn plötzlich starke, pochende Zahnschmerzen auftreten, kann die Ursache dafür sowohl am Zahn als auch in seinem Inneren zu finden sein. In vielen Fällen steckt hinter den starken Zahnschmerzen eine Zahnwurzelentzündung. Der Zahn selbst besteht aus verschiedenen Schichten und verfügt im Inneren über eine Pulpa, die von vielen feinen Nervenfasern durchzogen wird. Entzündet sich das Gewebe im Zahnmark, spricht man von einer Zahnwurzelentzündung. Sie betrifft Wurzelkanäle oder Wurzelspitze und kann ohne entsprechende Behandlung auf den Kieferknochen übergehen und sogar Schäden an den Organen verursachen. Leidest du unter der Entzündung, ist es daher höchste Zeit für eine Wurzelbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion.
Viele Teenager und Erwachsene benötigen eine Zahnspange. Egal, ob mit 15 oder 35: Der Wunsch nach geraden Zähnen ist präsent, da er mehr Selbstbewusstsein und Ausstrahlung verspricht. Unser Lächeln gilt schliesslich als unser Markenzeichen, das immer direkt in den Blick fällt. Die meisten Menschen nehmen es daher gerne in Kauf, vorübergehend eine Zahnspange zu tragen. Deren beliebteste Variante ist die durchsichtige Zahnspange, denn sie erweist sich als besonders unauffällig. Die Behandlung ist schnell und effizient und die durchsichtige Spange eignet sich auch perfekt für Erwachsene, die bereits im Berufsleben stehen. In unserem Ratgeber erfährst du alles Wichtige zum Thema.
Leidest du an unerklärlichen Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen? Unter Umständen ist eine verspannte Kau- und Kiefermuskulatur der Auslöser für deine Beschwerden. In der Zahnmedizin kommt dann eine Schiene aus Kunststoff, die Michigan Schiene, zum Einsatz. Sie ist ebenso angenehm zu tragen wie sie wichtig ist für deine Gesundheit. Du wirst erstaunt sein, an wie vielen Prozessen im menschlichen Körper das Kiefergelenk beteiligt ist: Es kann nicht nur zu Rücken- und Nackenschmerzen, sondern auch zu Kopfschmerzen und Magen- und Darmproblemen führen. Auch Schlafstörungen und Haltungsfehler können eine Folge sein, wenn deine Kiefer nicht perfekt zusammenspielen und du an einer Fehlstellung leidest.
Amalgam sieht als Füllung in den Zähnen weder hübsch aus noch fühlt es sich gesund an. Schliesslich möchte wohl niemand über Jahre hinweg Metall im Mund haben. Früher war es üblich, Löcher mit dieser Art von Zahnersatz zu füllen. Doch in der modernen Zahnmedizin gibt es bessere Materialien, die noch dazu optisch ansprechender aussehen. Eine Amalgamentfernung kannst du im Prinzip jederzeit von deinem Zahnarzt vornehmen lassen. Was also musst du rund um die Sanierung deiner Zahnfüllungen wissen, und wie gehst du am besten vor?
Eine Weisheitszahn-Entfernung steht im Raum? Keine Bange, die Prozedur ist weit weniger dramatisch, als oftmals an die Wand gemalt. Nicht nur gibt es heute viele Möglichkeiten, sie relativ schmerzlos zu gestalten, sie ist auch ein Routineeignriff. Denn die letzten vier Backenzähne brechen heute nur noch bei etwa 10 bis 15 Prozent der Menschen aufrecht und problemlos aus dem hintersten Kieferbereich hervor. Alle anderen stehen irgendwann vor den folgenden Fragen. Wir beantworten sie dir hier im Überblick.