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Endodontie – wichtiges Teilgebiet der Zahnmedizin

Endodontie – wichtiges Teilgebiet der Zahnmedizin

Zähne bestehen nicht nur aus dem sichtbaren Teil, sondern sind ist aus mehreren Gewebeschichten aufgebaut: Die Zahnkrone besteht aus Zahnschmelz, der härtesten Substanz im Körper. Unter dem Zahnschmelz liegt das etwas weichere Zahnbein. Das Zahninnere – die Pulpa – wird vom Zahnbein umschlossen. In der Pulpa sind die Wurzelkanäle mit feinsten Blutgefässen und Nervenbahnen zu finden. Der Zahn erhält seine Versorgung über diese Blutgefässe. Bei der Endodontie handelt es sich um das Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich Erkrankungen beschäftigt, die das Zahninnere betreffen. Sind Zähne im Inneren entzündet oder abgestorben, ist ein Spezialist für Endodontologie also der richtige Ansprechpartner.

Was ist Endodontie?

Die Zahnmedizin ist in der Schweiz hochspezialisiert. Als eines ihrer Teilgebiete befasst sich die Endodontie vor allem mit Erkrankungen, die das Innere des Zahns betreffen. Ist das Gewebe im Zahninneren beschädigt oder entzündet, kommen endodontische Behandlungen zum Einsatz. Das oberste Ziel der Endodontie ist die Zahnerhaltung.

Wie läuft eine Behandlung in der Endodontie ab?

Je nach Zahnarzt und Ausmass der Schädigung von Zahn und Zahnwurzel können unterschiedliche Behandlungen zum Einsatz kommen. Zumeist besteht eine endodontische Behandlung in einer Wurzelkanalbehandlung. Dabei wird im ersten Schritt der zu behandelnde Bereich lokal betäubt. Bei grösseren Eingriffen oder ängstlichen Patienten kann der Zahnarzt auch eine Vollnarkose vornehmen. Der Zahnarzt öffnet den Zahn, lokalisiert die Wurzelkanäle und bestimmt deren Länge. Moderne Instrumente und computergestützte Messgeräte unterstützen ihn bei dieser Tätigkeit. Das entzündete und abgestorbene Gewebe wird gründlich entfernt. Antibakterielle Spülungen befreien den Mund von Bakterien. Ist der Bereich sauber und desinfiziert, wird das Innere des Zahns mit einem Wurzelfüllmaterial verschlossen.

Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?

Eine Wurzelkanalbehandlung ist in vielen Fällen die letzte Möglichkeit, einen beschädigten Zahn zu erhalten. Sie erzielt meist gute Ergebnisse und hilft, den Zahn langfristig zu erhalten. Notwendig wird eine Wurzelbehandlung, wenn die Zahnwurzel entzündet ist. An einer Entzündung im Inneren des Zahns sind Bakterien beteiligt. Werden diese Bakterien und der Entzündungsherd nicht beseitigt, kann sich die Entzündung weiter ausbreiten. Die Ursache einer Zahnwurzelentzündung ist häufig Karies. Wird Karies nicht rechtzeitig behandelt, kann diese auch die Zahnwurzel angreifen.

Die Wurzelkanalbehandlung hat zum Ziel, den erkrankten Zahn zu retten und zu erhalten. Eine Wurzelbehandlung kann auch sinnvoll sein, wenn einer oder mehrere Zähne mit einem Zahnersatz versorgt werden sollen. Muss der Zahnarzt beispielsweise sehr viel von der Zahnsubstanz abtragen und das Zahnmark freilegen, wird er sich in Absprache mit dem Patienten gegebenenfalls für eine Wurzelbehandlung als Prophylaxe gegen eine Entzündung der Zahnwurzel entscheiden.

Wann ist eine Wurzelspitzenresektion notwendig?

Besteht eine Entzündung im Zahninneren und greift diese irgendwann auch auf die Wurzelspitze über, so kann sich die Infektion im umliegenden Gewebe und bis in die Knochen ausbreiten. Es kann zu eitrigen Abszessen und starken, den gesamten Organismus belastenden Infektionen kommen. Kann der Zahnarzt diese Entzündung trotz Wurzelkanalbehandlung nicht beseitigen, ist es sinnvoll, das infizierte Gewebe vollständig zu entfernen. Bei einer Wurzelspitzenresektion wird die dann Wurzelspitze chirurgisch entfernt.

Welche Alternative gibt es zu den verschiedenen Behandlungen in der Endodontie?

Wenn ein Zahn im Inneren entzündet ist, der Patient aber keine Wurzelbehandlung möchte oder diese nicht möglich ist, bleibt in der Regel nur die Entfernung des Zahns. Allerdings kann die so entstandene Zahnlücke weitere Probleme verursachen. Sie kann beispielsweise die individuelle Ästhetik trüben, aber auch Folgeschäden verursachen: Nachbarzähne können wandern, es kann zu Kiefergelenksbeschwerden kommen und die Kaufunktion ist möglicherweise eingeschränkt. Aus diesem Grund empfiehlt man auch in der Kieferorthopädie, Zahnlücken mit einem geeigneten Zahnersatz wie einer Brücke oder einem Implantat zu versorgen.

Die Endodontie zielt jedoch darauf ab, den natürlichen Zahn zu erhalten. Andere Alternativen sollten Arzt und Patient erst in Betracht ziehen, wenn die endodontische Zahnerhaltung nicht möglich ist. Möchtest du Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch generell vorbeugen, achte besonders auf eine sorgfältige, regelmässige Mundhygiene. Lass dir in der Zahnarztpraxis zeigen, wie du mit optimaler Dentalhygiene deine Zahngesundheit langfristig bewahrst.

Endodontie oder Implantologie – wofür soll ich mich entscheiden?

In der Endodontie geht es darum, einen Zahn durch eine Wurzelkanalbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion zu erhalten. In der Implantologie wird der Zahn dagegen gezogen und der Spezialist für Implantologie versorgt die Lücke im Gebiss mit einem oder mehreren Implantaten. Für welches Verfahren du dich entscheiden solltest, hängt davon ab, wie stark deine Zähne beschädigt sind. Bei einer Zahnwurzelentzündung sind grundsätzlich beide Varianten möglich. Lass dich von einem Spezialisten für Implantologie beraten und frag deinen Zahnarzt um Rat.

Endodontie und Parodontologie – wie unterscheiden sich diese Fachgebiete?

Ein Spezialist für Parodontologie ist der richtige Ansprechpartner, wenn du unter einer Parodontitis leidest. In der Parodontologie geht es wie in der Endodontie um die Erhaltung der Zähne. Allerdings liegt hier der Fokus nicht auf Wurzelkanalbehandlungen, sondern auf der Reinigung der Zahnfleischtaschen und gegebenenfalls der Verbesserung der Mundhygiene, um weiteren Schäden an Zähnen und Zahnfleisch vorzubeugen.

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