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Die Zahnmedizin ist in der Schweiz hochspezialisiert. Als eines ihrer Teilgebiete befasst sich die Endodontie vor allem mit Erkrankungen, die das Innere des Zahns betreffen. Ist das Gewebe im Zahninneren beschädigt oder entzündet, kommen endodontische Behandlungen zum Einsatz. Das oberste Ziel der Endodontie ist die Zahnerhaltung.
Je nach Zahnarzt und Ausmass der Schädigung von Zahn und Zahnwurzel können unterschiedliche Behandlungen zum Einsatz kommen. Zumeist besteht eine endodontische Behandlung in einer Wurzelkanalbehandlung. Dabei wird im ersten Schritt der zu behandelnde Bereich lokal betäubt. Bei grösseren Eingriffen oder ängstlichen Patienten kann der Zahnarzt auch eine Vollnarkose vornehmen. Der Zahnarzt öffnet den Zahn, lokalisiert die Wurzelkanäle und bestimmt deren Länge. Moderne Instrumente und computergestützte Messgeräte unterstützen ihn bei dieser Tätigkeit. Das entzündete und abgestorbene Gewebe wird gründlich entfernt. Antibakterielle Spülungen befreien den Mund von Bakterien. Ist der Bereich sauber und desinfiziert, wird das Innere des Zahns mit einem Wurzelfüllmaterial verschlossen.
Eine Wurzelkanalbehandlung ist in vielen Fällen die letzte Möglichkeit, einen beschädigten Zahn zu erhalten. Sie erzielt meist gute Ergebnisse und hilft, den Zahn langfristig zu erhalten. Notwendig wird eine Wurzelbehandlung, wenn die Zahnwurzel entzündet ist. An einer Entzündung im Inneren des Zahns sind Bakterien beteiligt. Werden diese Bakterien und der Entzündungsherd nicht beseitigt, kann sich die Entzündung weiter ausbreiten. Die Ursache einer Zahnwurzelentzündung ist häufig Karies. Wird Karies nicht rechtzeitig behandelt, kann diese auch die Zahnwurzel angreifen.
Die Wurzelkanalbehandlung hat zum Ziel, den erkrankten Zahn zu retten und zu erhalten. Eine Wurzelbehandlung kann auch sinnvoll sein, wenn einer oder mehrere Zähne mit einem Zahnersatz versorgt werden sollen. Muss der Zahnarzt beispielsweise sehr viel von der Zahnsubstanz abtragen und das Zahnmark freilegen, wird er sich in Absprache mit dem Patienten gegebenenfalls für eine Wurzelbehandlung als Prophylaxe gegen eine Entzündung der Zahnwurzel entscheiden.
Besteht eine Entzündung im Zahninneren und greift diese irgendwann auch auf die Wurzelspitze über, so kann sich die Infektion im umliegenden Gewebe und bis in die Knochen ausbreiten. Es kann zu eitrigen Abszessen und starken, den gesamten Organismus belastenden Infektionen kommen. Kann der Zahnarzt diese Entzündung trotz Wurzelkanalbehandlung nicht beseitigen, ist es sinnvoll, das infizierte Gewebe vollständig zu entfernen. Bei einer Wurzelspitzenresektion wird die dann Wurzelspitze chirurgisch entfernt.
Wenn ein Zahn im Inneren entzündet ist, der Patient aber keine Wurzelbehandlung möchte oder diese nicht möglich ist, bleibt in der Regel nur die Entfernung des Zahns. Allerdings kann die so entstandene Zahnlücke weitere Probleme verursachen. Sie kann beispielsweise die individuelle Ästhetik trüben, aber auch Folgeschäden verursachen: Nachbarzähne können wandern, es kann zu Kiefergelenksbeschwerden kommen und die Kaufunktion ist möglicherweise eingeschränkt. Aus diesem Grund empfiehlt man auch in der Kieferorthopädie, Zahnlücken mit einem geeigneten Zahnersatz wie einer Brücke oder einem Implantat zu versorgen.
Die Endodontie zielt jedoch darauf ab, den natürlichen Zahn zu erhalten. Andere Alternativen sollten Arzt und Patient erst in Betracht ziehen, wenn die endodontische Zahnerhaltung nicht möglich ist. Möchtest du Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch generell vorbeugen, achte besonders auf eine sorgfältige, regelmässige Mundhygiene. Lass dir in der Zahnarztpraxis zeigen, wie du mit optimaler Dentalhygiene deine Zahngesundheit langfristig bewahrst.
In der Endodontie geht es darum, einen Zahn durch eine Wurzelkanalbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion zu erhalten. In der Implantologie wird der Zahn dagegen gezogen und der Spezialist für Implantologie versorgt die Lücke im Gebiss mit einem oder mehreren Implantaten. Für welches Verfahren du dich entscheiden solltest, hängt davon ab, wie stark deine Zähne beschädigt sind. Bei einer Zahnwurzelentzündung sind grundsätzlich beide Varianten möglich. Lass dich von einem Spezialisten für Implantologie beraten und frag deinen Zahnarzt um Rat.
Ein Spezialist für Parodontologie ist der richtige Ansprechpartner, wenn du unter einer Parodontitis leidest. In der Parodontologie geht es wie in der Endodontie um die Erhaltung der Zähne. Allerdings liegt hier der Fokus nicht auf Wurzelkanalbehandlungen, sondern auf der Reinigung der Zahnfleischtaschen und gegebenenfalls der Verbesserung der Mundhygiene, um weiteren Schäden an Zähnen und Zahnfleisch vorzubeugen.
Eine Bifurkation ist eine Gabelung: Ein Organ verzweigt sich in zwei Äste oder ein Fluss teilt sich in zwei Arme auf. Die Luftröhre geht beispielsweise an ihrer Bifurkation in die zwei Hauptbronchien über. Auch an deinen Zähnen findest du Bifurkationen. Der Zahnarzt untersucht diese Stellen, um Zahnerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Liegen die Gabelungen der Zahnwurzeln frei, ist dies oft eine Indikation für eine chirurgische Behandlung. Erfahre mehr über Bifurkationen und ihre Bedeutung in der Zahnmedizin in unserem Artikel!
Die beste Vorsorgemassnahme, um Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch vorzubeugen, ist eine sorgfältige Mundhygiene. Neben dem regelmässigen Zähneputzen solltest du auch die Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich gründlich reinigen. Die Zahnzwischenräume erreichst du durch einfaches Zähneputzen nicht, weshalb du mit der Zahnbürste nur etwa 70 Prozent der Zahnoberfläche säuberst. In den Zahnzwischenräumen können sich ohne entsprechende Reinigung im Laufe der Zeit Plaque, Beläge und Bakterien ansammeln. Dadurch kann es zu Zahnfleischentzündungen und Karies kommen. Wenn du Zahnbelag zwischen den Zähnen verringern und Erkrankungen von Zähnen und Zahnhalteapparat vorbeugen möchtest, solltest du daher regelmässig zu Zahnseide greifen.
Ein schönes und gesundes Gebiss wünscht sich fast jeder. Die meisten putzen sich daher regelmässig morgens und abends gründlich die Zähne, um Karies und Löchern im Zahnschmelz vorzubeugen. Auch Zahnseide kommt häufig zum Einsatz, um damit Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Was aber, wenn du beim Zähneputzen plötzlich Blut spuckst und das Zahnfleisch sich zurückzubilden scheint? Dann liegt möglicherweise eine Parodontose oder Parodontitis vor. Der Gang zum zahnärztlichen Fachmann für Parodontologie ist dann unumgänglich. Wie er dir helfen kann, erfährst du im Folgenden.
Fehlen Zähne, bildet sich mit der Zeit der Knochen zurück. Damit Zahnimplantate einen guten Halt haben, muss der Kieferhöhlenknochen verstärkt werden. So kann der Zahnersatz überhaupt erst eingesetzt werden und auch grossen Belastungen standhalten. Wie der Eingriff genau abläuft, wissen die meisten Menschen nicht. Wir beantworten dir die häufigsten Fragen, damit du genug Hintergrundwissen hast, um dich im Ernstfall ganz entspannt auf den Zahnarztstuhl zu legen.
Karies an den Milchzähnen ist bedauerlicherweise keine Seltenheit. Neben der schmerzhaften Erfahrung haben Zahnerkrankungen in den ersten Lebensjahren oft auch Folgen für die zweiten Zähne. Das empfindliche Gebiss von Kleinkindern benötigt daher vom ersten Zahn an sorgfältige Pflege und Aufmerksamkeit. Hier beantworten wir dir die häufigsten Fragen und geben dir wertvolle Tipps zu Themen wir Vorbeugung und Zahnpflege.
Eine Fissurenversiegelung für die bessere Mundhygiene ist oftmals schon bei Kindern eine Massnahme. Denn das Milchgebiss ist anfällig und gefährdet auch die nachwachsenden Zähne, das sie insgesamt ein höheres Kariesrisiko haben. Die Versiegelung der Backenzähne schafft eine glattere Oberfläche und ermöglicht so eine geringere Bakterienbildung und leichtere Zahnpflege. Alles zur Fissurenversiegelung erfährst du hier.