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Das Zahnschema – die Gebissformel für die Zähne

Das Zahnschema – die Gebissformel für die Zähne

Um alle Zähne eindeutig zuordnen zu können, gibt es das Zahnschema. Dieses ist jedoch nicht einheitlich gestaltet, sondern existiert in zwei gängigen Varianten. Neben dem internationalen gibt es nämlich noch das amerikanische Zahnschema. Bei beiden gilt aber: Jeder Zahn hat eine Zahnnummer und lässt sich dadurch in seinem Sitz und Zustand exakt kennzeichnen.

Was ist das Zahnschema in der Zahnmedizin?

Für eine Behandlung beim Zahnarzt ist es wichtig, dass dieser genau weiss, um welchen Zahn es sich handelt, wie er aussieht, welche Wurzel er hat und wo er sitzt. Auch wenn der Blick in den Mund die erste Unterscheidung der Zähne möglich macht, ist eine Zahnformel notwendig, die genau die Zahnnummern in ihrer Zuordnung der Position enthält. Das gilt für das Milchgebiss und für das Erwachsenengebiss und ebenso für Zahnersatz oder den Einsatz von Kronen oder Brücken bei der Zahnbehandlung. Das Zahnschema ist ein System, um Zähne in ihrer Position im Kiefer und im Zahnbogen zuordnen zu können. Jeder Zahn wird per Zahnnummer eindeutig benannt. Unterscheiden lassen sich das internationale Zahnschema der FDI (Federation Dentaire Internationale) und das amerikanische Zahnschema nach Palmer. Im Laufe der Entwicklung der Zahnmedizin wurden insgesamt vierzig Zahnschemata entworfen. Sie dienen der Befunddokumentation, dem Zahnstatus bei der Behandlungsplanung und der Erstellung des Kosten- und Heilplans.

Welche Aufgabe hat das Zahnschema noch?

Über das Zahnschema und die jeweilige Kennzeichnung der Zähne kann ein Zahnarzt genau zuordnen, welche Zähne von Beschädigung betroffen sind und wie die Behandlung erfolgen sollte. Gleichzeitig dient das Zahnschema aber auch einer erleichterten Kommunikation in der Zahnmedizin zwischen Zahnärzten, Zahntechnikern und Krankenkassen. Im Bereich der Forensik dient ein Zahnschema als eindeutige Dokumentation für die Identitätsfeststellung. Jeder Mensch hat ein individuelles Gebiss. Daher ist der Zahnabdruck ähnlich effizient wie ein Fingerabdruck oder die DNA-Analyse.

Wie sind Zahnnummern in der Zahnformel zugeordnet?

Die Zahnnummern sind aus der Sicht des Patienten und nicht aus der des Zahnarztes geordnet. Gleichzeitig ist die Anordnung so, wie der Zahnarzt deine Zähne sieht, wenn er sie von vorne betrachtet. Wenn du dagegen das Zahnschema ansiehst, hat es den Effekt eines Fotos und nicht den eines Spiegels. Eingeteilt sind die Zahnnummern in Quadranten. Diese bezeichnen jeweils eine Kieferhälfte, sodass dein Gebiss insgesamt vier Quadranten aufweist. Im gängigen internationalen Zahnschema wird sowohl dem Quadranten als auch dem Zahn eine Ziffer zugeordnet und gegen den Uhrzeigersinn durchnummeriert. Die Zahnnummern beginnen rechts im Oberkiefer und setzen sich im Kreis herum fort. Die Zahnnummer und die Kennziffer für den Quadranten ergeben die jeweilige Zuordnungszahl und bestehen daher immer aus zwei Ziffern.

Was ist die Zahnformel des Menschen in den jeweiligen Quadranten?

Die Zahn- oder Gebissformel ist eine einheitliche Übersicht über alle im Mund vorkommenden Zähne. Sie gilt für jeweils eine Seite des Oberkiefers und des Unterkiefers. Die Anordnung ist vertikal und spiegelsymmetrisch, sodass eine Seite für die Angabe ausreicht. Dabei besteht jeder Abschnitt aus:

  • zwei Schneidezähnen
  • einem Eckzahn
  • zwei Prämolarien
  • drei Molaren

Zusammengerechnet ergibt das zweiunddreissig Zähne. Die Zahnformel legt die Zahnzuordnung in Ziffern und Zahnnummern fest. Das ist notwendig, weil Zähne verschiedene Aufgaben haben und auch zu unterschiedlichen Zeiten wachsen und durchbrechen, so Schneide- oder Backenzahn.

Was bedeuten die Zuweisungen „heterodont“ und „diphyodont“ beim menschlichen Gebiss?

Die Benennungen beziehen sich auf das Gebiss in seinem Wachstum. Ein heterodontes Gebiss weist unterschiedliche Zahnformen auf und besteht aus Schneidezähnen, Eckzähnen, Prämolaren und Molaren. Der Schneidezahn (es gibt zwei) liegt im vorderen Bereich, ist glatt und scharf und zum Abbeissen gedacht. Der daneben liegende kegelförmige Zahn ist der Eckzahn. Prämolaren und Molaren sind Backenzähne, die zum Mahlen und Zerkleinern gedacht sind und einen anderen Aufbau und eine andere Wurzel aufweisen. Das Gebiss bricht ab dem sechsten Lebensjahr durch. Mit diphyodont ist der Zahnwechsel gemeint, bei dem das Milchgebiss durch das bleibende Gebiss ersetzt wird. Daneben ist das Gebiss zusätzlich auch thekodont, was darauf verweist, dass die Zähne im Kiefer verankert sind.

Wie nutzt der Zahnarzt das Zahnschema für den Patienten?

Durch das Zahnschema und die darin enthaltene Gebissformel kann der Zahnarzt den Zahnbefund in deiner Karteikarte durch Ziffern, Stempel und Aufkleber festhalten. Mit Hilfe des Schemas sind für die Behandlung notwendige Angaben möglich, so das Eintragen von kariösen, beschädigten, fehlenden oder überkronten Zähnen. Auch lassen sich über das Röntgen nicht durchgebrochene Zähne erkennen, was für die weitere Behandlung und den Zustand der Zähne entscheidend ist. Für die Behandlung wichtig ist immer die kieferorthopädische Dokumentation. Sie erfolgt in Ziffern und Abkürzungen. Über das Zahnschema lassen sich der Befund und die Behandlung differenzieren.

Wann sind die amerikanische und die internationalen Gebissformel problematisch?

Bei Untersuchungen mit internationalem Zahnschema und einer anschliessenden Behandlung mit dem amerikanischen System besteht Verwechslungsgefahr. Die Gebissformel des amerikanischen Systems gestattet das Zählen der Zähne über einen Beginn beim oberen rechten Weisheitszahn im Uhrzeigersinn bis zum rechten unteren Weisheitszahn. Die Zahnnummern werden hier als Gebissformel ganz einfach von eins bis zweiunddreissig durchnummeriert. Eine Kennzeichnung der vier Quadranten entfällt. So liest ein Zahnarzt, der das internationale Zahnschema anwendet, zwei Ziffern, ein Zahnarzt in Amerika eine Ziffer. Mit beiden dentalen Bezeichnungen werden entsprechend verschiedene Zähne im Zahnfleisch und andere Mundbereiche gekennzeichnet. Das kann eine Zahnbehandlung erschweren.

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