Zahnspangen

» Zahnärzte in der Schweiz im Vergleich

Kaufunktion
Die Aufnahme und Zerkleinerung der Nahrung sind die Hauptaufgaben des Gebisses. Nur regelrecht stehende Schneidezähne erlauben ein richtiges Abbeissen. Dazu müssen sie übereinandergreifen, um wie eine Schere schneiden zu können. Die weitere Zerkleinerung der Nahrung übernehmen die Mahlzähne. Wie die Zähne eines Zahnrades sollen sie beim Zusammenbeissen ineinandergreifen. Durch seitliche Kaubewegungen werden die Speisen zermahlen. Zusammen mit dem Speichel wird so die Verdauung vorbereitet.

Atmung
Die regelrechte Atmung soll durch die Nase und nicht durch den Mund erfolgen. Ein ungezwungener Mundschluss ist dafür die Voraussetzung. Vorstehende obere Schneidezähne oder ein zurückliegender Unterkiefer behindern den Schluss der Lippen und fördern die Mundatmung. Fehlerhafte Lippenhaltungen verstärken zusätzlich vorliegende Zahnstellungs-Anomalien. Die Mundatmung hat die Fehllage der Zunge zur Folge. Dadurch erhält die Wangenmuskulatur übergewicht und engt den oberen Zahnbogen ein. Die fehlerhafte Atmung fördert die Entstehung von Wucherungen des lymphatischen Rachenringes, d. h., es kommt zur Vergrösserung der Rachen- und Gaumenmandeln.

Aussprache
Die Lautbildung der Sprache kann durch Fehlstellungen der Zähne und der Kiefer zueinander beeinträchtigt werden. Besonders dann, wenn die Frontzahnreihen nicht regelrecht übereinandergreifen. Sprachfehler bei "S" und "Z"" - Lauten entstehen durch eine falsche Zungenlage. Die Zunge legt sich dann nicht hinter die Zähne oder an den Gaumen, sondern zwischen die Zahnreihen. Gemeinsam mit einem Sprachtherapeuthen können gestörte Sprachlautbildungen durch kieferorthopädische Massnahmen behoben werden. Auf diese Weise wird eine Behinderung des Kindes in der Schule oder im späteren Berufsleben verhindert.

Spätschäden
Durch Fehlstellungen der Zähne wird die natürliche Selbstreinigung der Zahnreihen durch den Speichel und auch das Putzen der Zähne erschwert. Durch die Bildung von Zahnbelägen (Plaque) wird die Entstehung der Karies begünstigt. Durch Stellungsanomalien kommt es weiterhin zu Fehlbelastungen der Zähne und des Zahnhalteapparates. Zahnfleischentzündungen treten auf und den Parodontopathien wird Vorschub geleistet. Darum sagen die Zahnärzte mit gutem Grund: "Zähne gut - alles gut" oder "Gesund beginnt im Mund!"

Ästhetik
Schöne, gesunde und gerade Zähne sind attraktiv und symbolisieren Selbstwertgefühl, Lebensfreude und Gesundheit, sie sind Ausdruck der eigenen Persönlichkeit . Die Behandlungsplanung berücksichtigt dabei vorrangig immer medizinische Notwendigkeiten. So breit gefächert und individuell die Ansprüche auch sind, die moderne Kieferorthopädie bietet eine Vielzahl von verschiedenen Behandlungstechniken, die den Patienten selbstbewusst Zähne zeigen lässt.

Je nach Art der Fehlstellung stehen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung zur Verfügung. Für die Zahnregulierung können die verschiedensten Zahnspangen verwendet werden. Es gibt feste, herausnehmbare, unsichtbare und transparente. Die festen Zahnspangen (Brackets) werden für die Regulierung direkt auf die Zähne geklebt und mit Drähten verbunden. Die unsichtbaren Zahnspangen werden zur Zahnregulierung an die Zahninnenseiten geklebt, und sind somit nicht sichtbar. Die transparenten Spangen sind Zahnschienen (Alignerschienen), die über die Zähne gelegt werden.

Die Zahnregulierung bzw. Zahnkorrektur wird nicht mehr nur bei Kindern und Jugendlichen angewendet. Auch Erwachsene nutzen die Zahnregulierung, um Fehlstellungen und Bisskorrekturen vorzunehmen. Erwachsene greifen aber eher zur Regulierung der Zähne mit unsichtbaren oder transparenten Zahnspangen.

Feste Zahnspangen, wie Brackets, und herausnehmbare Metallspangen werden von der Krankenkasse übernommen. Für die Zahnkorrektur mit unsichtbaren herausnehmbaren (Aligner) oder festen Spangen sollten Sie eine Zahnzusatzversicherung abschliessen, damit der Wunsch von geraden Zähnen auch zu finanzieren ist und die Kosten nicht zu hoch werden. Wobei die unsichtbaren Zahnspangen besonders Erwachsenen angewendet werden. Kinder können sich beim Kieferorthopäden meist zwischen festen Zahnspangen (Brackets) oder herausnehmbaren Metallspangen mit Kunststoff entscheiden. Das Modell hängt von der Schwere der Zahnfehlstellung ab. Der Kieferorthopäde neigt oft mehr zu den Brackets, da diese dauerhaft getragen werden und einen besseren und schnelleren Behandlungserfolg garantieren.

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