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Loch im Zahn: 7 Fragen und Antworten

Loch im Zahn: 7 Fragen und Antworten

Ein Loch im Zahn kann eine besonders schmerzhafte Erfahrung sein. Sogenannte Zahnfäule kommt bei Erwachsenen ebenso wie bei Kindern vor und birgt Risiken nicht nur für die Zahngesundheit. Die Symptome benötigen grundsätzlich eine zahnärztliche Abklärung und Behandlung. In der Schweiz ist die Kariesprophylaxe eigentlich kein Problem, denn dir stehen alle Mittel zur Verfügung, Löcher im Zahn zu vermeiden. Wir zeigen dir hier, welche Faktoren Karies begünstigen und wie du ihrer Entstehung am effektivsten entgegenwirkst.

Was ist Karies und wie entsteht sie?

Wenn du ein Loch im Zahn hast, dann spricht man medizinisch von Karies. Das bedeutet, dass die Zahnsubstanz durch Bakterien und Säureeinwirkung angegriffen wird: Mikroorganismen ernähren sich von Zucker und scheiden daraufhin Säure aus – der Zahn beginnt zu faulen und das führt zu Schmerzen. Mangelnde Mundhygiene und eine falsche Ernährung sind die Hauptursachen für diese Zahnerkrankung. Dabei können Personen jeder Altersklasse von ihr betroffen sein.

Wie kann ich meine Zähne vor Karies schützen?

Um zu vermeiden, dass deine Zähne Löcher bekommen, gibt es eine ganze Reihe von Punkten zu beachten, die ebenso wichtig wie einfach zu erfüllen sind:

  • Gute Mundhygiene: Putze dein Gebiss für eine optimale Zahnpflege zweimal täglich über zwei Minuten. Damit du Plaque effektiv entfernst, benötigst du auch Zahnseide, Interdentalbürsten und nach Bedarf einen Zungenreiniger und Mundspülung.
  • Verzicht auf Zucker: Einer der grössten Feinde deiner Zähne ist der Zucker. Bakterien lieben ihn und ernähren sich davon – beim Essen von gesüssten Lebensmitteln und Getränken steigt das Kariesrisiko um ein Vielfaches an. Achtung: Auch Obst greift den Zahnschmelz an! Das Zähneputzen empfiehlt sich frühestens eine halbe Stunde nach dem Verzehr.
  • Fluoride: Fluoridhaltige Zahncreme kann dabei helfen, dem Zahn abgebaute Mineralien wieder zurückzugeben.
  • Professionelle Zahnreinigung: Als fester Bestandteil der Kariesprophylaxe mit dem Entfernen von Plaque und Zahnstein wird sie ein bis zweimal jährlich empfohlen.

Warum leiden auch Kinder unter faulen Zähnen?

Kinder benötigen eine konsequente Zahnpflege vom ersten Milchzahn an. Oftmals wird die Gefahr von Karies bei den Kleinsten unterschätzt. Tatsächlich machen die Bakterien jedoch keinen Unterschied zwischen Milchzähnen und den bleibenden Zähnen. Beruhigungstee oder Milch aus dem Fläschchen verursachen innerhalb der ersten drei Lebensjahre besonders häufig Karies und Zahnschmerzen. Genauso schädlich ist auch der regelmässige Konsum von Apfelsaft, Süssigkeiten oder zu kurze Ruhepausen zwischen den Mahlzeiten.

Wie behandelt der Zahnarzt das Loch im Zahn?

Eine beginnende Karies kann der Zahnarzt mit geeigneten Mitteln noch rechtzeitig stoppen. Ist die Fäulnis jedoch bereits tiefer in das Zahninnere eingedrungen und ein tatsächliches Loch entstanden, muss der Zahnarzt bohren. Dabei werden die faulen Zahnstücke entfernt und später durch eine entsprechende Füllung ersetzt. Bei grossen Schäden muss eventuell auch eine Krone eingesetzt werden. Ist der Zahnnerv hingegen betroffen, reicht die Füllung nicht mehr aus und eine Wurzelkanalbehandlung wird notwendig.

Welche Risikofaktoren begünstigen ein Loch im Zahn?

In unserem Anbieter-Vergleich helfen wir dir, schädliche Faktoren, die zu Karies führen, zu erkennen. Dazu gehören vor allem die Folgenden.

  • Schlechte Mundhygiene: Sorgt für die Ablagerung von Plaque und bietet damit den Nährboden für Bakterien, die auf Dauer zu einem Loch im Zahn führen.
  • Konsum von Alkohol und Drogen.
  • Rauchen: Rauchen schwächt nicht nur das Immunsystem und begünstigt Krankheiten wie Bluthochdruck, Schlaganfälle oder Bronchitis. Auch der Mund leidet stark unter dem schädlichen Nikotin. Zahnverfärbungen und das Risiko für ein Löcher in den Zähnen gehören zu den möglichen Nebenwirkungen.
  • Zucker: Egal, ob Industriezucker oder Fruchtzucker – er schädigt den Zahn.
  • Mundtrockenheit: Produzierst du nicht ausreichend Speichel, fördert dies das Wachstum von Bakterien. Menschen mit einem zu niedrigen Speichelfluss können auf zuckerfreie Kaugummis zurückgreifen, um den Speichelfluss wieder anzuregen.
  • Zahnspangen: Die Hilfsmittel vom Kieferorthopäden werden oft nicht gründlich genug gereinigt. Hier fühlen sich kariogene Streptokokken besonders wohl.
  • Schwangerschaft: Tatsächlich neigen schwangere Frauen aufgrund hormoneller Veränderungen eher zu Zahnfleischproblemen und Karies. Hier empfiehlt sich ein regelmässiger Kontrollbesuch beim Zahnarzt.

Ist mein Loch im Zahn ansteckend?

Die Antwort lautet: ja! Kariesbakterien vermehren sich genau wie andere Bakterien und können übertragen werden. Aus diesem Grund ist nicht nur unter Verliebten Vorsicht geboten. Vor allem Eltern sollten den Beruhigungssauger oder das Fläschchen der Jüngsten nicht selber in den Mund zu stecken. Jedes Familienmitglied sollte nur das eigene Besteck benutzen und sich keine Löffel, Gabeln oder Gläser mit anderen teilen oder in den Mund nehmen. Nur so kann verhindert werden, dass die Mikroorganismen in die Mundhöhle des Gegenübers gelangen.

Warum verursacht das Loch im Zahn Schmerzen?

Befindet sich die Karies noch im Anfangsstadium, hast du in Regel keine Schmerzen. Der Zahnarzt kann das Problem im Rahmen einer Vorsorge erkennen und zu geeigneten Behandlungsmassnahmen raten. Sobald sich die Karies jedoch ausweitet und ein richtiges Loch im Zahn entsteht, trifft sie langsam aber sicher auf den Zahnnerv. Dieser entzündet sich dann, was sich in heftigem Druckschmerz äussert.

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