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In der Medizin bedeutet Läsion grundsätzlich die Verletzung oder Schädigung einer Gewebestruktur. Dies kann sowohl die Anatomie als auch die Physiologie betreffen. Epithelial bedeutet die Epithelschicht, also die oberste Hautschicht, betreffend. Epitheliale Vorläuferläsionen sind Veränderungen, die ein höheres Risiko mit sich bringen, zu einer Krebserkrankung auszuarten. Die häufigste Variante der epithelialen Vorläuferläsion der Mund- und Wangenschleimhaut ist die Leukoplakie.
Bei der Weissschwielenkrankheit gibt es zwei verschiedene Varianten, die sich unter anderem im Erscheinungsbild unterscheiden:
Die verschiedenen Varianten können auch als Stadien der Krankheit interpretiert werden, denn eine Leukoplakia simplex kann unbehandelt in eine verruköse Leukoplakie übergehen. Die raue oder warzige Oberfläche der Schleimhäute ist anfälliger für Verletzungen, wodurch offene Wunden und somit die erosive Variante entstehen kann.
Charakteristische Symptome bei beiden Varianten sind die weissen, nicht abwischbaren Flecken im Mundraum. Besonders häufig treten sie an der Wangenschleimhaut, dem Mundboden, an Gaumen, Zunge oder Lippen auf. Bei Rauchern entstehen die Veränderungen besonders an den Schleimhäuten der Mundwinkel auf. Die weissen Flecken bilden sich dabei oft in grosser Zahl und an verschiedenen Bereichen im Mundraum gleichzeitig. Bei der Leukoplakia simplex gibt es darüber hinaus in der Regel keine weiteren Symptome. Die inhomogenen Varianten können jedoch gelegentlich mit Schmerzen oder einem Brennen im Mundraum einhergehen. Es kommt dabei häufig zu oberflächlichen Verletzungen der Schleimhaut, die meist Auslöser für das unangenehme Gefühl sind. Die Verletzungen führen zu offenen Wunden, die zu roten Bereichen zwischen den weissen Flecken auftreten können. Mit der Zeit können die roten Bereiche die weisse Verhornung der Plattenepithelzellen zunehmend überdecken. Das kann bis zu dem Punkt voranschreiten, an dem die weissen Flecken unter den roten Bereichen vollständig verschwinden oder es entsteht eine Mischform aus roten und weissen Bereichen. Diese Veränderung bezeichnet der Zahnarzt als Erythroleukoplakie. In diesem Stadium wird die Veränderung bereits als bösartiger Tumor eingestuft. Erythroplakien zeichnen sich besonders häufig am Mundboden und der Unterseite der Zunge ab.
Leukoplakien können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten gehören:
Häufig fallen die Veränderungen in der Zahnheilkunde und Implantologie bei routinemässigen Kontrolluntersuchungen auf. Lassen sich die weissen Flecken nicht abwischen, deutet das mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine Leukoplakie hin. Um die Diagnose abzusichern und andere mögliche Krankheiten auszuschliessen, kann der Zahnarzt oder Hausarzt einen Termin beim Hautarzt empfehlen. Der Hautarzt wird für die weitere Diagnostik eine Gewebeprobe der betroffenen Region nehmen und mikroskopisch untersuchen lassen. Die Untersuchung der Vorläuferläsionen hilft dem Arzt zunächst zu beurteilen, ob es sich um eine Leukoplakie handelt und schliesslich, welche Variante oder Stadium der Erkrankung vorliegt.
In der Implantologie und Zahnheilkunde gibt es verschiedene Therapieansätze. Zunächst geht es darum, die Ursache auszumachen. Das ist besonders wichtig, wenn die Veränderung auf eine mechanische Reizung zurückzuführen ist. Häufig reicht es dann bereits aus, den schlecht sitzenden Zahnersatz oder die Spange anzupassen. Lässt die Reizung nach, verschwinden in der Regel auch nach kurzer Zeit die weissen Flecken. Kann der Arzt keine eindeutige Ursache feststellen, muss er die betroffenen Zellen zerstören und entfernen, um eine weitere Ausbreitung und Schädigung zu verhindern. Dabei gibt es verschiedene mögliche Vorgehensweisen. Bei der Kryochirurgie werden die verhornten Zellen vereist. Ein entgegengesetztes Verfahren ist die Elektrokauterisation. Hier werden die Verhornungen mit Hitze zerstört und abgetragen. Je nach betroffenem Bereich kann auch eine Laserbehandlung sinnvoll sein. Die geeignete Vorgehensweise für deinen individuellen Fall wird dein Zahnarzt oder Implantologe mit dir besprechen. Nach einer erfolgreichen Therapie ist es wichtig, regelmässige Termine zur Nachkontrolle zu vereinbaren: Denn wenn du schon einmal eine Leukoplakie hattest, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie wiederkehrt.
Wie bereits erwähnt, ist die häufigste Ursache der Weissschwielenkrankheit eine mechanische Reizung. Solltest du bemerken, dass dein Zahnersatz, die Spange und ähnliches scheuern oder ein unangenehmes Mundgefühl verursachen, sprich mit deinem Zahnarzt oder Implantologen. Darüber hinaus solltest du regelmässige Kontrolluntersuchungen nicht versäumen. Fehlstellungen, Veränderungen, Karies und andere potenzielle Auslöser können so schneller erkannt und behandelt werden. Da Raucher besonders stark gefährdet sind, solltest du ausserdem in Erwähnung ziehen, deinen Nikotinkonsum einzuschränken oder wenn möglich ganz aufzugeben. Eine ausgewogene Ernährung, gemässigter Alkoholkonsum und eine sorgfältige Mundhygiene können ebenfalls helfen, Leukoplakien vorzubeugen.
Karies ist im Grunde schnell und einfach zu behandeln, wenn der Gang zum Zahnarzt rechtzeitig erfolgt. Das vorhandene Loch im Zahn wird einfach geschlossen, wozu es Zahnfüllungen oder Inlays gibt. Die Einlagefüllung ermöglicht eine effizientere Kariesbehandlung, aber auch die Rekonstruktion des Zahndefekts. Inlays garantieren dabei eine Idealversorgung des Zahnlochs und sind die hochwertigere Alternative zur typischen Zahnfüllung. Die Kosten sind überschaubar. Alle wichtigen Fragen beantworten wir hier.
Die Trepanation ist eine chirurgische Technik, die in der Schweiz und in anderen Ländern zur Eröffnung von Knochenhöhlen und Zähnen eingesetzt wird. Zur Anwendung in der Zahnmedizin kommt sie zum Beispiel bei Wurzelbehandlungen oder wenn sich eine Entzündung der Wurzelspitze auf den Kieferknochen ausgebreitet hat. Der Artikel erklärt, was eine Trepanation ist, wie sie durchgeführt wird und welche Erkrankungen zu einer Zahnbehandlung mit Trepanation führen können. Zudem kann die Trepanation wie jeder operative Eingriff mit Risiken verbunden sein. Welche das sind, erfährst du hier ebenfalls.
Schöne Zähne sind ein Muss für ein gepflegtes Äusseres. Vor allem sollen sie natürlich gesund sein, doch eine ansprechende Optik ist ebenso wichtig. Wenn sich ein Zahn an den anderen schmiegt wie Perlen an einer Schnur und wenn die Zahnreihe in einem natürlichen Weiss schimmert, wirken wir auf unsere Mitmenschen freundlich, nett und einfach sympathisch. Sofern die natürliche Zahnsubstanz zu wünschen übrig lässt, hilft dir eine Zahnkorrektur. Alles rund um das Thema erklären wir dir in diesem Artikel.
Wenn plötzlich starke, pochende Zahnschmerzen auftreten, kann die Ursache dafür sowohl am Zahn als auch in seinem Inneren zu finden sein. In vielen Fällen steckt hinter den starken Zahnschmerzen eine Zahnwurzelentzündung. Der Zahn selbst besteht aus verschiedenen Schichten und verfügt im Inneren über eine Pulpa, die von vielen feinen Nervenfasern durchzogen wird. Entzündet sich das Gewebe im Zahnmark, spricht man von einer Zahnwurzelentzündung. Sie betrifft Wurzelkanäle oder Wurzelspitze und kann ohne entsprechende Behandlung auf den Kieferknochen übergehen und sogar Schäden an den Organen verursachen. Leidest du unter der Entzündung, ist es daher höchste Zeit für eine Wurzelbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion.
Zysten können in verschiedenen Bereichen des Körpers auftreten, an den Organen ebenso wie etwa im Mundraum. Meistens werden sie nur durch einen Zufallsbefund bemerkt, stellen aber in der Regel auch keine grössere Problematik dar. Etwas anders verhält es sich bei Kieferzysten, die im Bereich der Kieferregion auftreten. Sie müssen bei Zahnbehandlungen immer entfernt werden, da sie auch das gesunde Gewebe beeinträchtigen. Mehr zu Zysten im Mund erfährst du hier.
Obwohl die Zahnmedizin in punkto Behandlungsmethoden und Schmerzvermeidung grosse Fortschritte gemacht hat, gehört ein Zahnarztbesuch wohl noch immer zu den unbeliebtesten Terminen des Jahres. Doch spätestens, wenn Zahnschmerzen auftreten, ist der Weg zum Arzt auch jenseits jährlicher Routineuntersuchungen empfehlenswert. Möglicherweise hat dich dein Zahnarzt zur Oralchirurgie überwiesen. Ein wichtiger Bereich der Oralchirurgie ist die Implantologie bei Zahnimplantaten. Einige Fragen dazu haben wir hier zusammengestellt. Du erhältst Antwort darauf, was die Oralchirurgie eigentlich macht und erfährst alles über ihr breites Behandlungsspektrum.